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01. 03. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Filmkooperationen zwischen China und dem Ausland

Schlagwörter: Oscar,Filmmarkt,Bruce Lee ,Kungfu Panda ,Hollywood,Harry Potter,Transformers

Die Tatsache, dass kein chinesischer Film jemals einen Oscar gewonnen hat, mag manche Chinesen enttäuschen. Doch mit den Jahren wird der chinesische Filmmarkt immer offener. Journalist Mu Fangzhou sprach mit Branchenkennern über die Kooperation zwischen chinesischen und ausländischen Unternehmen.

Von Bruce Lee bis hin zu Kungfu Panda – chinesische Elemente sind schon seit langem in der globalen Filmszene vertreten, aber eigentlich haben richtige Koproduktionen zwischen China und dem Ausland erst vor einigen Jahren begonnen. Katterin Wu, Leiterin der Abteilung für internationale Geschäfte bei Dadi Century Film Distribution, erklärt: "Es gibt einige Basisregeln: Mindestens ein Drittel des Filmbudgets sollte in chinesische Unternehmen investiert werden, mindestens ein Drittel der Besetzung sollte chinesisch sein und die Handlung muss etwas mit China zu tun haben."

Der Trend der Integration ist deutlicher als je zuvor im Filmgeschäft. Hollywood-Filme werden nicht mehr mit nur einer ausschließlich amerikanischen Mentalität produziert, da sie häufig Filmfans in der ganzen Welt dienen. Filme wie "Harry Potter" und "Transformers" nahmen nur 30 Prozent ihrer weltweiten Einnahmen in den USA ein.

Im Zuge der steigenden Zahl an Kinos in China wird das Land mittlerweile als eines der kommerziell erfolgreichsten Länder außerhalb der USA angesehen. Nehmen wir "Snow Flake & Secret Fan" als Beispiel. Der chinesisch-amerikanische Regisseur Wayne Wang hat die chinesische Schauspielerin Li Bingbing und die südkoreanische Schauspielerin Gianna Jun als Hauptrollen genommen, einen Gastauftritt des australischen Schauspielers Hugh Jackman und ein Original-Stück der britischen Komponistin Rachel Portman mit eingebaut. In dem Film wird chinesische Ästhetik auf internationale Weise der Welt gezeigt.

Katterin Wu meint: "Jedes Land hat seine ganz eigene Identität, die schwer zu verstehen sein mag. In den Augen vieler Leute aus dem Westen sind chinesische Handlungen anspruchsvoll. Sie verstehen die Filme nicht, weil sie unsere Geschichte nicht verstehen. Eine Koproduktion ist der Prozess dessen, wie Filmemacher aus verschiedenen Kulturen das Gleichgewicht untereinander finden und es leichter machen, von einem globalen Publikum verstanden zu werden."

Unterdessen suchen chinesische Produzenten nicht nur Investitionen, sondern auch Talent. International ausgebildete Kinematografen, Komponisten und Leute mit einer globalen Kino-Philosophie können ihre Arbeit besser machen, und haben somit ein breiteres internationales Publikum. Guo Haowei, Leiter der Abteilung für Filmvertonung bei der Beijinger Akademie für Zeitgenössische Musik, meint: "Wir müssen eingestehen, dass westliche Länder und Japan die Weltfilmbranche anführen. Infolgedessen wollen chinesische Filmemacher ihre Werke auf globalem Level verbreiten, und sie sollten versuchen, ihre Produktionen in Aspekten wie Drehbuch, Vertonung und visuelles Design zu internationalisieren. Auf der anderen Seite ist es eine Chance zu sehen, wie die ausländischen Kollegen unsere Kultur darstellen."

Jointventures werden für die weitere Kooperation zwischen China und dem Orient etabliert. Der animierte Klassiker "The Monkey King: Uproar in Heaven" wird derzeit auf 3D-Format mit Hilfe von Technicolor gebracht, einem weltweit führenden Unternehmen für hochwertige visuelle Effekte. DreamWorks plant ebenfalls, eine Gemeinschaftsproduktionsfirma in Shanghai zu eröffnen mit dem Ziel, in der ausländischen Kinowelt chinesischen Filmen über Hürden zu helfen. Und die Zusammenarbeit wird als Chance angesehen, in andere Bereiche zu treten, wie Besetzung, Vertrieb und Copyright. Mu Fangzhou von CCTV meint: "Die Form mag unterschiedlich sein, aber letztlich ist es die Chemie zwischen Leuten aus verschiedenen Hintergründen, die einen Film mit Leben erfüllt. Der weitere Erfolg des chinesischen Kinos hängt von der Integration Chinas mit der Welt zusammen."

Quelle: german.china.org.cn

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