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29. 03. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Chinesisches Porzellan aus Schiffswrack in Europa zur Ausstellung

Schlagwörter: Porzellan Schiffswrack Bergung Keramik

 
Istvan Zelnik, der Besitzer der Sammlung, auf der Pressekonferenz in Budapest. 

Eine bemerkenswerte Sammlung von chinesischem Porzellan aus dem 17. und 18. Jahrhundert, das von einem Schiffswrack geborgen wurde, wird in Kürze im ungarischen Budapest starten und dann auf Europa-Tour gehen. "Die Ausstellung wird die einmalige Produktionskunst der chinesischen Porzellanhersteller zu Ende des 17. Jahrhunderts und Anfang des 18. Jahrhunderts präsentieren", so Istvan Zelnik, der Besitzer der Sammlung, am Montag auf einer Pressekonferenz in Budapest.

Die Stücke sind Teil einer Sammlung aus südasiatischem Gold, Silber und verschiedenen dekorativen Kunstwerken, die von Zelnik gesammelt wurden, einem ehemaligen Diplomaten und Geschäftsmann, der 45 Jahre lang die Märkte von Südostasien abgereist ist, um seine Sammlung zusammenzustellen, die über 15.000 Stücke aus dieser Region enthält. Zelnik eröffnete 2011 das Südostasien-Gold-Museum in Budapest, das rund 1000 Gold- und Silberobjekte sowie knapp 1.000 Artefakte an wertvollen Steinen, Bronze, Porzellan, Elfenbein, und Fayence ausstellt.

Das Schiff mit dem chinesischen Porzellan war auf dem Weg zu Exportmärkten im Mittleren Osten, Südostasien und Europa über Batavia, dem heutige Jakarta in Indonesien, als es irgendwann zwischen 1725 und 1732 im Südchinesischen Meer vor der Küste Vietnams nahe Ca Mau sank. Der Schatz von Ca Mau blieb bis 1998 im Meer verborgen, als ein vietnamesischer Fischer darauf stieß. Die vietnamesischen Behörden starteten daraufhin eine groß angelegte Bergungsmission, die schätzungsweise 130.000 Stücke des Porzellans und der Keramik aus dem Schiffswrack zum Vorschein brachte.

Ein Großteil des Schatzes wurde im Geschichtsmuseum in Hanoi in Vietnam aufbewahrt, wo die Stücke immer noch ausgestellt werden, doch viele Stücke landeten auf Antikmärkten in Vietnam und noch weiter weg. Nach den Neuigkeiten der Entdeckung machte sich Zelnik auf zu Antikmärkten für das Schiffwracks-Porzellan und stieß nach und nach auf Löffel, Töpfe, Weihrauchstäbchen-Halter, Miniatur-Figuren und weitere seltene Stücke wie Malpinsel-Halter.

Porzellan aus Schiffswrack - eine affenförmige Kanne

Mitte April wird Zelnik eine Sammlung von 450 Stücken des Porzellans auf die Reise bringen, die mit verschiedenen Orten in Ungarn beginnt. Zelnik hat vor, die Ausstellung rund um Europa und den Mittleren Osten zu bringen, wobei Ausstellungen in Krakau, Zagreb, Paris, St. Petersburg, Dubai und Abu Dhabi geplant sind.

Quelle: Xinhua

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