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| 16. 05. 2012 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Das Bildungsministerium hat am Montag verschärfte Regelungen für den Betrug bei landesweiten Prüfungen angesichts einer steigenden Tendenz der Verwendung von Technologie zum Betrug bei Tests herausgegeben.

Das Ministerium veröffentlichte die Revisionen auf seiner Webseite: 15 Klauseln wurden zu den Regelungen hinzugefügt, die ursprünglich von Mai 2004 stammen. Die Regelungen wurden als Reaktion auf "neue Umstände, Probleme, Technologie und ausufernden Massenbetrug" erstmals revidiert. Die ursprünglichen Regelungen seien überholt.
Die neuen Regeln wurden auf die Eingangsprüfungen für Kunst- und Sportstudien ausgeweitet, da Betrug bei der Einschreibung häufig in diesen Bereichen vorgekommen war. Das Mitbringen zu Prüfungen von Geräten, mit denen man "Signale empfangen oder aussenden kann", ist nach den neuen Regeln verboten. Zuvor war es nur verboten gewesen, Handys und andere Telekommunikationsgeräte mitzunehmen.
Mit den neuen Regeln wird auch die Rolle von Überwachungskameras bei Prüfungen definiert, schließlich sind derartige Geräte eine wichtige Methode, Beweise zu erbringen, wenn jemand des Betrugs verdächtigt wird. Die Fälschung von Prüfungsregistrierungen anderer oder die Störung der Ordnung während einer Prüfung wird laut den neuen Regelungen ebenfalls in Strafen resultieren.
In den vergangenen Jahren ist der Online-Verkauf von elektronischer Ausrüstung und anderen Geräten, die zum Betrug bei Prüfungen verwendet wurden, angestiegen, und das Durchsickern von vertraulichen Prüfungsinhalten ist vorgekommen. Allerdings zeigen die Bemühungen des Ministeriums schon Erfolge: Der Anteil an Prüfungsbetrug bei den jährlich stattfindenden Hochschuleingangsprüfungen in China nimmt sei fünf Jahren stetig ab.
Vergangene Woche gab das Ministerium die Ergebnisse einer Untersuchung über das Durchsickern von Prüfungsinhalt während der landesweiten Postgraduierten-Examen bekannt: ein Angestellter des Bildungswesen hatte den Inhalt preisgegeben. Die Revisionen schreiben auch Strafen für organisierten Betrug, der von Lehrern begangen wird, vor sowie von Personen, die Betrug ermöglichen, indem sie Prüfungsinhalte verraten.
Die Regeln besagen, dass Prüfungsorganisatoren die Betrüger ihren Institutionen melden sollen, die dann die Fälle abhandeln beziehungsweise Betrüger suspendieren. Regierungsmitarbeiter, die an Prüfungsbetrug teilnehmen, sollen laut den Revisionen von Disziplinarbehörden "schwer bestraft" werden. Jeder, der beim Betrug bei einem landesweiten Examen erwischt wird, darf die Prüfungen ein bis drei Jahre lang danach nicht mehr machen, lauten die Revisionen.
Quelle: Xinhua
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