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31. 10. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Warum chinesische Horrorfilme so rar sind

Schlagwörter: Halloween,Horrorfilm,Horror,Gruselfilm,Geister

Eigentlich gibt es nur wenige nennenswerte Horrorfilme vom chinesischen Festland. 2003 produzierte die Shanghai Film Group "Midnight Ghosts" unter der Regie von Li Xiepu über zwei junge Frauen, die in einem alten Haus gruselige Dinge erleben. Für Li war der Film interessant und herausfordernd. "Ich finde nicht, dass der Film umwerfend war, aber ich habe mein bestes gegeben", so er gegenüber Shanghai Daily.

"Authentische Geister und alles was mit Geistern zu tun sei nicht in heutigen Filmen erlaubt", erklärt Li. "Wegen des Zensursystems ist die Auswahl auf dem chinesischen Festland begrenzt. In Horrorfilmen können Leute nur Menschen töten oder Katastrophen verursachen. Die Leute müssen vorgeben, Geister zu sein", so Li Yunliang, Drehbuchautor und Produzent von "Midnight Ghosts".

Die einzigen Ausnahmen sind die Geister und Horrorfiguren in bekannten chinesischen Klassikern, wie "Strange Stories from a Chinese Studio" oder "Liao Zhai Zhi Yi", eine Sammlung von rund 500 Geschichten zusammengestellt von Pu Songling (1640-1715) in der Qing-Dynastie (1644-1911). Sie wurden als Vorlage für viele Filme genommen, zum Beispiel für "Painted Skin" von 2008, und auch für Fernsehserien. Abe res kann keine modernen Geister oder Spukerei geben.

"Kunst ist eine Traumfabrik, Geistergeschichten sind erfunden, und das schädigt nicht das Konzept des Materialismus", so Regisseur Li. "Wenn wir das Eis brechen und mehr Raum für Horrorfilme bieten, haben wir vielleicht bessere Filme."

Eine weitere Restriktion ist die Menge und das Ausmaß an Blut und Gewalt. Wenn es zu viel Blut oder Gewalt gibt, warden die Szenen geschnitten. Filme dürfen nicht im Kino gezeigt warden, wenn sie nicht durch die Zensur kommen.

Der chinesische Regisseur Agan hat bislang vier recht erfolgreiche Horrorfilme produziert, was bedeutet, dass das Budget wieder hereingeholt wurde. Unter ihnen sind "Fierce Spirit" von 2001 und "The Game of Killing" von 2004. Agan stimmt zu, dass diese Filme nicht wrklich gruselig waren. "Mit unseren Filmstandards kann man keine Horrorfilme produzieren, die das Publikum zufriedenstellen. Auch nur der geringste Horror ist streng restriktiv", so Agan gegenüber Shanghai Daily.

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Quelle: german.china.org.cn

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