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16. 01. 2015 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

"Gone with the Bullets" nimmt an der Berlinale teil

Schlagwörter: Gone with the Bullets Berlinale

Der neueste Film des chinesischen Regisseurs Jiang Wen, "Gone with the Bullets", wird im Februar am 65. Internationalen Filmfestival in Berlin teilnehmen.

Der umstrittene Film wird dort seine internationale Premiere haben und wurde für das Wettbewerbsprogramm des Festivals ausgewählt.

Jiang Wens Studio begrüßte die Auswahl der Berlinale am Donnerstag und sagte, "Das Schicksal regelt alles bestens." Sein Studio merkte weiterhin an, zwei Filme mit Jiang in der Hauptrolle hätten Preise auf der Berlinale gewonnen -- "Red Sorghum" von Regisseur Zhang Yimou gewann 1988 den Goldenen Bären auf dem Internationalen Filmfestival in Berlin und "Black Snow" von Regisseur Xie Fei gewann auf dem 40. Internationalen Filmfestival Berlin den Silbernen Bären.

"Gone with the Bullets", das für sich in Anspruch nahm, der beste chinesische Film des Jahres zu sein und von dem erwartet wurde, zwei Milliarden Yuan (250 Millionen Euro) in chinesischen Kinos einzuspielen, hat die Erwartungen bei weitem nicht erfüllt.

Der Film erfuhr einen Rückschlag mit viel Kritik nach seiner Chinapremiere und nur enttäuschenden 513 Millionen eingespielten Yuan (60 Millionen Euro). Der Film muss über 700 Millionen Yuan einspielen, um die hohen Produktions- und Werbeausgaben hereinzuholen.

Der Film hat online hitzige Diskussionen ausgelöst über die Frage, ob er ein missverstandenes hochqualitatives Kunstwerk sei, oder der außer Kontrolle geratene Narzissmus des Regisseurs. Die Diskussion erreichte ihren Höhepunkt, als der Sohn von Chinas reichstem Mann, Wang Sicong, den Film als "Beleidigung der Zuschauer" bezeichnete. Ironischerweise gehört Wangs Vater Wang Jianlin Wanda Media Co. Ltd., eines der Studios, die "Gone with the Bullets" produziert haben.

Jiang Wens Studio gestand am Donnerstag ein, dass die Einnahmen des Filmes enttäuschend seien und sagte: "Obwohl er die Erwartungen nicht erfüllt hat, regt er die Zuschauer an, über die Art und das Genre des Filmes nachzudenken. Immer mehr Leuten wird allmählich klar, dass er für die derzeitige chinesische Filmindustrie von großem Wert ist und es die höchsten Einnahmen für einen Arthausfilm in China sind."

Weitere für das Wettbewerbsprogramm der Berlinale nominierte Filme sind "45 Years" von Andrew Haigh, "As We Were Dreaming" von Andreas Dresen, "Knight of Cups" von Terrence Malick, "Body" von Malgorzata Szumowska, "Big Father, Small Father and Other Stories" von Di Phan Dang, "Taxi" von Jafar Panahi und andere.

Das vollständige Wettbewerbsprogramm wird nächste Woche bekanntgegeben.

Das 65. Internationale Filmfestival Berlin wird am 5. Februar eröffnet mit der Weltpremiere von "Nobody Wants the Night", dem neuesten Werk der spanischen Regisseurin Isabel Coixet, das an dem internationalen Wettbewerb teilnimmt. Das Festival läuft vom 5. bis 15. Februar.

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Quelle: german.china.org.cn

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