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28. 06. 2015 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Yao Ming – Chinas erster und bislang letzter Basketballriese

Schlagwörter: NBA Yao Ming

Die nordamerikanischen Basketball-Liga NBA hat einen neuen Champion. Die Golden State Warriors konnten sich zum ersten Mal nach 40 Jahren den Titel sichern. Das Duell mit den Cleveland Cavaliers um Superstar Lebron James verfolgten in China dutzende Millionen Basketballverrückte - und das obwohl mal wieder keiner ihrer Landsleute in den Playoffs auf sich aufmerksam machen konnte. Nun, eigentlich hat das bislang sowieso nur einer geschafft - er, der wohl berühmteste Sportler Chinas - 2,29m-Riese Yao Ming.

Als der gebürtige Shanghaier im Jahr 2011 seinen Rücktritt vom professionellen Basketballsport bekannt gab, war das keine wirkliche Überraschung mehr. Hatte der Ausnahme-Center noch in seinen ersten drei Saisons in der NBA kaum ein Spiel verpasst, so stand er in den letzten fünf Spielzeiten von 2006-2011 in nicht einmal der Hälfte der möglichen 426 Spiele auf dem Platz. Eine Knochenmarksentzündung im Zeh, Rückenprobleme, Bruch des linken Fußes, Bruch des rechten Knies, dies nur ein kleiner Ausschnitt aus Yaos Krankenakte. Seine Rücktrittsverkündung wurde natürlich live im chinesischen Staatsfernsehen übertragen.

"Ende des vergangenen Jahres habe ich meinen linken Fuß zum dritten Mal gebrochen. Mir bleibt nichts übrig, außer den Basketballplatz zu verlassen. In der Reha-Zeit habe ich viel nachgedacht und eine Entscheidung getroffen, die ich heute verkünden will. Ich trete offiziell vom professionellen Basketballsport zurück."

Obwohl die chinesische „Ein-Mann-Mauer" in der zweiten Hälfte ihrer Karriere von Verletzungen gebeutelt war und dadurch immer brüchiger wurde, hat Yao Ming zweifelsohne Fans und Basketballexperten in den USA und dem Rest der Welt mehr als beeindruckt.

Nachdem er 2001 im Alter von 22 Jahren als erster ausländische Spieler der Geschichte als Nummer eins „gedraftet" wurde, steigerte er sich von im Schnitt 13,5 Punkten im ersten Jahr auf 25 Punkte und zehn Rebound in seiner fünften NBA-Saison. Am Ende seiner verletzungsgeplagten NBA-Karriere standen vier Play-Off, neun All-Star-Spielteilnahmen und vor allem die Anerkennung der internationalen Basketballgemeinde. Kein geringer als Shaquille O´Neal, der als einer der besten Center aller Zeiten gilt, adelte Yao Ming nach dessen Rücktritt.

"Er war sehr beweglich, er konnte unter dem Korb spielen, draußen Spielen, ich glaube, wenn er nicht diese vielen Verletzungen gehabt hätte, dann wäre er einer der fünf besten Center aller Zeiten geworden."

Doch neben seinem Können auf dem Platz, der für seine Körpergröße erstaunlichen Beweglichkeit, dem taktischen Gespür und der guten Freiwurfquote, war Yao Ming vor allem ein Botschafter zwischen den Kulturen. Sein Engagement in der NBA wurde zu einer Win-Win-Situation für die Volksrepublik, die NBA und für den anfälligen Center selbst. Yao wurde zu einem der bestbezahlten Sportler weltweit, laut Forbes soll er allein im Jahr 2008 mehr als 50 Millionen US-Dollar verdient haben. China hatte einen Vorzeigeathleten und die NBA wurde in dem Riesenland noch populärer als ohnehin schon.

Doch was nun? Seit Yaos Rücktritt 2011 lechzen Chinas Basketballfans nach einem neuen, NBA-Superstar aus der Heimat. Und irgendwie setzen sie ihre Hoffnungen weiter in die Ein-Mann-Mauer, denn Yao Ming ist dem Basketball treu geblieben. Neben seiner karitativen Yao Foundation und seiner Zusammenarbeit mit den Tierschützern von WildAid hat Yaoming Ende 2013 in Zusammenarbeit mit der NBA die „Yao NBA School" in Beijing eröffnet. Wer weiß, vielleicht ist es der 2,29-Riese selbst, der seinen legitimen Nachfolger entdeckt.

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Quelle: CRI

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