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| 25. 07. 2015 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die Große Mauer, Terrakotta-Krieger und eine chinesische Prinzessin: Mit viel China wurden im österreichischen Bregenz am Mittwochabend die Festspiele 2015 eröffnet. Der Auftakt macht Lust auf mehr.
Die jedes Jahr im Juli und August im österreichischen Bregenz stattfindenden Festspiele sind bekannt für ihre spektakulären Bühnenbilder. In diesem Jahr wird die drehbare Bühne auf dem Bodensee von einem 72 Meter langen und 27 Meter hohen Replikat der chinesischen Mauer dominiert. In der Mitte der Bühne – teils im Wasser stehend, teils hoch gestaffelt im Hintergrund – sind 205 Tonsoldaten zu sehen, die den weltberühmten Terrakotta-Kriegern aus dem Grab von Kaiser Qin Shihuang in Xi'an nachempfunden sind.
Die Große Mauer und die nicht minder bekannte Terrakotta-Armee bilden den Hintergrund für das Opernstück „Turandot“ von Giacomo Puccini, mit dem am Mittwoch die diesjährigen Festspiele in der Vorarlberger Landeshauptstadt eröffnet wurden. In der von Marco Arturo Marelli inszenierten Oper geht es um die chinesische Prinzessin Turandot, die nur den Mann heiraten will, der alle drei von ihr gestellten Rätsel zu lösen vermag. Es ist das zweite Mal in der 70-jährigen Geschichte der Bregenzer Festspiele, dass Puccinis letzte Oper aufgeführt wird.
Für die musikalischen Klänge zeichnen die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Paolo Carignani verantwortlich. Einer der Höhepunkte der knapp zweistündigen Aufführung ist die weltbekannte Arie „Nessun dorma“ (italienisch für „Keiner schlafe“).
Die Kritiken der Presse für die erste Aufführung unter der neuen Intendantin Elisabeth Sobotka fielen vorwiegend positiv aus. Die Inszenierung habe „alle Ingredienzen, die eine Bregenzer Seebühneninszenierung braucht – Choreografien, Showelemente mit Artisten, Feuer und Wasser“, schreibt beispielsweise der Südkurier. Die Aufführung sei „wohltuend zurückhaltend“ und Spiele mit „Effekten, ohne effekthascherisch zu wirken“. Besonders hervorgehoben wird von der Regionalzeitung mit Sitz im deutschen Konstanz das monumentale chinesische Bühnenbild: „Die breite chinesische Mauer, die das Bühnenbild prägt, stellt sich als Glücksfall auch für das Klangbild heraus. Wohl noch nie auf der Bregenzer Seebühne wirkte der Klang so natürlich wie dieses Mal.“
Das ZDF heute journal spricht von einer „eindrucksvoll inszenierten, großen Oper“, die mit ihrer „geheimnisvollen Exotik und chinesischem Flair“ ein wenig an Hollywood erinnere. „Ein großartiges Freilufterlebnis“, lobt die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung: „Die Sänger überzeugen mit starker Bühnenpräsenz: Allen voran Riccardo Massi als Prinz Kalaf, der sich ohne Zögern in sein Werben um Turandot (Mlada Khudoley) stürzt, und die Figur der Dienerin Liù (Guanqun Yu), die wiederum für ihre Liebe zu Kalaf ihr Leben lässt.“
Die letzte „Turandot“-Aufführung auf der Seebühne findet am 23. August statt. Zum diesjährigen Programm der Bregenzer Festspiele gehören unter anderem auch die Oper „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach und Roland Schimmelpfennigs fabelhaftes Stück „Der goldene Drache“, das 2009 am Wiener Burgtheater uraufgeführt wurde.
Quelle: people.cn
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