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24. 09. 2008 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Verschmutzung und Überfischung gefährden Weltmeere

Die Verschmutzung der Weltmeere ist ein ernstes Problem, das alle angeht. Trotz aller Regulierungen und Grenzwerte gelangen noch immer große Mengen Müll und Unrat in die Weltmeere, die das Ökosystem schädigen. Nullverschmutzung und Artenschutz sind notwendig. Neue Berichte analysieren die Situation und unterbreiten Lösungsvorschläge.



In den Weltmeeren schwimmt zu viel Unrat. Die derzeitigen Maßnahmen diesen zu vermeiden, seien unzureichend, sagt ein vom amerikanischen Nationalkongress in Auftrag gegebener Bericht des U.S. National Research Council und kommt zum Schluss: Das Problem wird sich weiter verschlimmern. Die internationale maritime Gemeinschaft solle sich "Null Abfälle im Meer" zum Ziel setzen und ein Bewertungssystem schaffen, mit dem man die Effektivität jetziger und künftiger Präventions- und Reduktionsmaßnahmen beurteilen kann, sagt der von Xinhua zitierte Report des Komitees.

Das Komitee stellt fest, dass trotz aller in den letzten 20 Jahren eingeführten Regulierungen und Grenzwerte noch immer große Mengen Müll und Unrat in die Weltmeere gelangen. "Wir kamen zu dem Schluss, dass die Vereinigten Staaten die Führung übernehmen sollten, um gemeinsam mit anderen Küstenstaaten regional die Meeresverschmutzung besser zu überwachen und schließlich die Nullverschmutzung zu erreichen", sagt Keith Criddle, der Vorsitzende des Komitees, das den Bericht verfasst hat. Die Verwantwortlichkeiten sollten auf verschiedene Organisationen verteilt werden. Auch sollten alle Häfen Einrichtungen aufweisen, die sich Abfällen von Schiffen annehmen und diese umweltfreundlich entsorgen.

Verschmutzung beschädigt das Ökosystem. Die Verschmutzung durch Chemikalien, durch radioaktive und Nährstoffabfälle, Öl und Müll verseucht die Meere, tötet Organismen und beschädigt das Ökosystem schwer. Besonders besorgniserregend ist die Wirkung der organischen Schadstoffe (POPs) auf die Tier- und Pflanzenwelt der Meere, insbesondere jener Chemikalien, die von der 2001 in Stockholm getroffenen Vereinbarung noch nicht erfasst sind wie bromierte Brandschutzmittel. Die Giftstoffe gelangen über die Nahrungskette auch in den Organismus von Menschen.

Mariner Müll wie Plastik und Verpackungsseile sowie alte Fanggeräte und Netze verursachen Verletzung und Tod vieler Meereslebewesen, darunter auch Seevögel, Schildkröten, und Meeressäugetiere. Shanghai Daily berichtet jüngst über Seevögel und Schildkröten an den Küsten Honolulus und Hawaiis, die Plastikmüll fressen, da sie diesen für Nahrung halten. Große 'tote Zonen' mit verringertem Sauerstoffgehalt, deren Zustand durch die exzessive Zuleitung von Stickstoff aus Düngemitteln, Abwassern und anderen Stoffen noch verschlimmert wird, sind weitere Anzeichen dafür, dass die Meere übermäßig belastet sind.

Obwohl der US-Kongress bereits zuvor zur Zusammenarbeit seiner Bundesbehörden aufgerufen habe, um das Problem der Meeresverschmutzung anzugehen, habe sich die Regierungsführung dabei bisher als ineffizient erwiesen, sagte der Bericht. Man habe nicht kontunierlich an der Vermeidung von Meeresverschmutzung gearbeitet, sondern meist nach dem Auftreten von Krisen nur Symptome bekämpft, befand das Kommittee.

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Quelle: german.china.org.cn

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