Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>Natur und Umwelt Schriftgröße: klein mittel groß
14. 05. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Beijing will Wasserverbrauch der Konsumenten senken

Billiges Wasser könnte bald Mangelware in Beijing werden. Die Durst leidende Stadt erwägt, den Konsumenten mit höheren Wasserpreisen den Hahn abzudrehen.

Billiges Wasser könnte bald Mangelware im trockenen Beijing werden – die Stadt erwägt, ihre Wasserpreise zu erhöhen, um die wachsende Nachfrage zu senken. Die Stadt erklärt, sie müsse dem starken Konsum den Hahn zudrehen, da es einen fünfjährigen Rückstand bei einem großen Wasserumleitungsprojekt gebe, das dafür vorgesehen ist, ausreichend Wasser in die durstige Stadt zu bringen.

"Die momentanen Preise können nicht aufrechterhalten werden in einer trockenen Stadt wie Beijing", meint Professor Wang Dangxian, Forscher am Institut für Wasserressourcen und Wasserkraftforschung in China. "Eine Erhöhung der Wasserpreise in Beijing hat praktische Notwendigkeit", meint Wang. Schließlich seien Wasserkosten in Beijing nur ein Fünftel so hoch wie die in anderen großen Städten.

Als kurzfristige Lösung hat Beijing vor den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr rund 225 Millionen Tonnen sauberes Wasser aus der Provinz Hebei eingeführt. Die Stadt hat 600 Millionen Yuan (64,5 Millionen Euro) für das Wasser aufgebracht, doch die Preise für die Konsumenten nicht erhöht.

Die Stadt sucht jedoch nach langfristigen Lösungen und hofft, eine Milliarde Tonnen sauberes Wasser pro Jahr vom Jangtse einzuführen. Beijing weiß mittlerweile, dass das Projekt, das eigentlich nächstes Jahr abgeschlossen werden sollte, wahrscheinlich nicht vor 2014 zum Ende kommen wird.

Es wird angenommen, dass der Grund für die Verspätung mit der Neuverteilung von Wasser und der Umsiedlung von Bewohnern entlang dem 1400 Kilometer langen Kanal zusammenhängt, der die zentralchinesische Provinz Hubei mit Beijing, Tianjin und den Nachbarprovinzen verbinden wird.

Neuesten Berichten über die Verspätung zufolge haben Politiker Pläne zum Schutz von Wasser in Beijing entworfen, darunter die Erweiterung der Oberfläche und des unterirdischen Reservoirs sowie die Anhebung der Wasserpreise für die Konsumenten.

Cheng Jing, Leiter des Amtes für Wasserressourcen in Beijing, sagte am Sonntag, die Stadt werde ihre Wasserpreise dieses Jahr zum fünften Mal seit 2001 anheben, um den Wasserschutz zu fördern. Benutzer mit hohem Verbrauch, wie Betreiber von Waschanlagen und Saunen, werden eine neue höhere Rate bezahlen müssen, während industrielle Benutzer wahrscheinlich Beschränkungen hinnehmen müssen.

Andere trockene Städte wie Shanghai und Shenyang haben kürzlich beschlossen, ebenfalls einen höheren Preis für Wasser zu erheben. "Beijing ist eine der trockensten Städte in China, doch hat ein sehr fortgeschrittenes Netzwerk für verschiedene Wasserressourcen entwickelt, um die Sicherheit der Versorgung zu garantieren", so Zhang Shouquan, stellvertretender Leiter des Beijinger Amtes für Wasserressourcen in einem vorherigen Interview mit China Daily.

Quelle: China Daily

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
 
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr