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09. 02. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Schnee und Regen wird zum Problem für Reisende

In China beginnt mit dem Frühlingsfest wieder die Reisezeit für viele Chinesen, die in den Städten arbeiten und ihre Familien wieder sehen wollen. Das Wetter könnte ihnen dieses Jahr jedoch einen Strich durch die Rechnung machen.

Chen Mingshu (l.), 47, nimmt seine zweijährige Enkelin mit nach Hause in seine Heimatstadt in Sichuan. Das Foto wurde am Sonntag am Beijinger Bahnhof gemacht.

Das Wetter wollte am Sonntag nicht mitspielen, als Chinas wichtigste Reisesaison begann, in welcher Millionen zurück nach Hause fahren. Am vergangenen Wochenende gab es in Nordchina Schnee und dicken Nebel, was die Autobahnen zum Stillstand brachte und zu Verspätungen bei Flügen führte. Die Meteorologen sagen auch für nächste Woche schlechtes Wetter in ganz China voraus. Während der 40 Tage nach dem 30. Januar sollen Voraussagen zufolge 2,5 Milliarden Reisen in China unternommen werden, da die Leute nach Hause fahren, um ihre Familien während den einwöchigen Frühlingsfestferien, welche am Samstag, dem Vorabend des chinesischen Neujahrfests beginnen, wieder zu sehen. Die Transportbehörden meldeten, dass die Auslastung vorgestern stark anzusteigen begann und die Zuglinien, Straßen und Flughäfen belaste. Das Ministerium für Eisenbahnwesen sagte, dass am Samstag und Sonntag rund fünf Millionen Passagiere mit dem Zug gereist seien. Die Bahnhöfe in Beijing, Shanghai und Guangzhou meldeten über 200.000 Passagiere pro Tag. Etwa 63 Millionen Menschen pro Tag nahmen am Wochenende Reisebusse und Schiffe nach Hause, wie das Ministerium für Verkehr und Transport schätzte.

Flughafen überlastet. Auch die Anzahl Flugpassagiere stieg am Sonntag so stark an, dass die Transportbänder für Koffer am Flughafenterminal 3 des Beijinger Flughafens überlastet wurden. "Die Förderbänder überhitzten und begannen um 13:00 Uhr, Rauch zu produzieren. Das Problem wurde jedoch bald gelöst und wir eröffneten neue Check-in Schalter, um mit dem Passagieraufkommen fertig zu werden. Die Ordnung wurde im Terminal wiederhergestellt", erklärte ein Flughafensprecher. Am Sonntag wurden auch zehn Autobahnen wegen Schnee und Nebel in den Provinzen Shanxi, Hebei, Henan und Liaoning gesperrt. Dies habe zu Verspätungen bei Reisebussen geführt, wie CCTV berichtete. Wegen der Schließungen seien der Beijinger Busstation Liuliqiao zufolge manche Busse aus den Provinzen Hebei und Shanxi mit drei oder vier Stunden Verspätung eingetroffen.

Meteorologen warnten, dass die Verspätungen bei Busstationen und Flughäfen nur noch schlimmer werden könne, da eine Kaltfront einen Großteil Chinas diese Woche treffen wird. Qiao Lin, oberster Meteorologe des Staatlichen Meteorologiezentrums, erklärte, dass Zentral- und Ostchina von Montag bis Freitag von Regen und Nebel betroffen sein wird. Im Norden und Nordosten des Landes sei mit Schneestürmen zu rechnen. Am Donnerstag und am Freitag wird Guizhou und das nordwestliche Gebiet südlich des Jangtse von Schneeregen getroffen werden, was bereits bei den Festivitäten 2008 geschah und für Chaos sorgte. Die meisten Teile des Landes würden dem Meteorologen zufolge Temperaturstürze von sechs bis acht Grad Celsius erleben. Da dieses Wetter auf die verkehrsreichste Zeit des Jahres in China fällt, müssten sich die Reisenden und die Transportbehörden auf das schlechte Wetter vorbereiten. "Wir können das Wetter nicht ändern. Ich kann nur beten", meinte Li Zhenzhen, der in Beijing arbeitet und am Freitag nach Hause nach Henan zurückkehren möchte. Der Pressesprecher des Zugministeriums, Wang Yongping, verkündete, dass das Ministeriums die lokalen Ableger dazu angehalten habe, die Lokomotiven, Geleise und das Stromnetz vermehrt zu überprüfen, um Zusammenbrüchen wegen des schlechten Wetters vorzubeugen. Notfallpläne sollen ebenfalls vorbereitet werden, um sich für das Wetter bereit zu machen.

Quelle: China Daily

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