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| 12. 08. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
China hat bisher alle möglichen Mittel erforscht, um die Riesenpandas, eine der weltweit am meisten bedrohten Arten, vor dem Aussterben zu bewahren, auch wenn es bedeutet, auf das Klonen zurückzugreifen.
Chen Dayuan, ein leitender Wissenschaftler, der sich am Institut für Zoologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften auf das Klonen spezialisiert hat, stellte 1998 seine Idee vor, Klonierungstechniken bei Pandas vorzunehmen.

Riesenpanda Gege widmet sich ihren neuen weiblichen Jungtieren am Montag, nach sechs Stunden Arbeit am China Panda Preservation Research Center in Wolong, Provinz Sichuan.
Mit einer Anschubfinanzierung von 100.000 Yuan (14.780 US-Dollar) produzierte Chen erfolgreich Blastozysten durch Transplantation des somatischen Zellkerns von Testpandas in entkernte Eizellen von Kaninchen, berichtet die Beijing Morning Post am Donnerstag und nannte es eine der zehn größten Errungenschaften in Wissenschaft und Technologie im Jahr 1999. Chen gewann dadurch einen Preis von sechs Millionen RMB und desweiteren eine Projektfinanzierung über fünf Millionen RMB vom Ministerium für Wissenschaft und Technologie.
Dem Bericht zufolge wurden zwei Embryonen mit einer Leihmutter Katze geschaffen, die schwanger wurde, nachdem sie mit einer Blastozyste injiziert wurde. Der Versuch wurde jedoch abgebrochen, nachdem die Katze an einer Lungenentzündung gestorben war.
Chen und sein Team experimentierten danach mit Schwarzbären als Leihmutter. Nach drei Jahren Anstrenung wurde eine Schwarzbärin schließlich schwanger und der Umriss eines Fötus konnte bei einer Ultraschalluntersuchung gesehen werden. Allerdings wurde die Forschung angeblich im Jahr 2005 ausgesetzt, weil der Fötus nicht sich komplett entwickelte, bevor die Projektfrist ablief.
"Die Gegner des Klonens haben ihre Ansichten über das Klonen von Pandas während des gesamten Forschungsprojekts hörbar geäußert. Manche Leute finden, dass das Klonen gegen die Natur ist, aber es ist tatsächlich eine bahnbrechende Technologie. Wenn es gelingt, ist es ein Weg, um vom Aussterben bedrohte Tiere zu retten," wurde Chen in dem Bericht zitiert.
"Während ich zustimme, dass die Forschung über das Klonen bemerkenswert ist, ist es unangemessen, Riesenpandas bei dieser Art von Experimenten zu verwenden. Die Zahl der Pandas ist begrenzt und die Menschen wissen noch zu wenig über die Schwangerschaft von Pandas", sagte Wang Dajun, ein Forscher an der School of Life Sciences, Universität Peking.
Basierend auf Statistiken der Staatlichen Forstverwaltung, leben derzeit 1.590 Pandas in freier Wildbahn in China, während 210 von ihnen in Gefangenschaft gezüchtet wurden. Es gibt aber zwei Probleme mit der Aufzucht in Gefangenschaft. Pandas in Gefangenschaft können in der Wildnis nicht überleben, und es wird immer schwieriger geeignete natürliche Lebensräume für sie zu finden, sagte Wang. "Zu viel menschliches Eingreifen hat Probleme für die Pandas verursacht. Das Wichtigste ist, dass wir die natürlichen Lebensräume der Pandas schützen. Klonen würde wenig dazu beitragen, um diese bedrohte Tierart zu retten", ergänzte Wang.
Als Reaktion darauf erwiderte Chen lapidar, er wäre Kritik gewohnt und gelobte, seine Forschungen fortzusetzen.
Quelle: China Daily
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