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| 28. 06. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Eine Berme, welche den Hochwasser führenden Missouri von einer Kernkraftanlage in Nebraska zurückhielt, brach am frühen Sonntag. Die US-Bundesbehörden betonten, dass sie die Lage unter Kontrolle hätten und das keine Gefahr bestünde.
Eine Luftaufnahme des Kernkraftwerks Fort Calhoun (Ost-Nebraska), das von den Fluten des Missouri umspült wird. Bild vom 24. Juni
Das Atomkraftwerk Fort Calhoun war bereits Anfang April zur Wartung heruntergefahren worden, sagte die US-Atomaufsichtsbehörde. Im Innern des Kraftwerks gebe es kein Wasser. Zudem wird derzeit nicht erwartet, dass das Hochwasser des Flusses über den Pegel steigt, mit dem das Kraftwerk umgehen kann, sagte Victor Dricks, der Sprecher der Aufsichtsbehörde. Die Anlage sei deswegen weiterhin sicher.
Die Bundesbehörde hatte sofort Inspektoren in der Anlage geschickt, die sich rund 32 Kilometer nördlich von Omaha befindet, als der 600 Meter lange Schutzwall mit Entwässerungsgraben in der Sonntagnacht gegen 1.30 Uhr früh einstürzte. Das Wasser würde derzeit laut einer Medienmitteilung die Nebengebäude und den Reaktor selbst umspülen.
Die Energiebehörde von Omaha sagte, dass der Komplex erst wieder aktiviert wird, wenn das Hochwasser abgeklungen ist. Ihr Sprecher, Jeff Hanson, betonte, dass die Berme beim Schutz des Kraftwerks keine kritische Funktion gehabt hätte. Dennoch wolle man eine Crew entsenden, um nachzusehen, ob der Damm repariert werden kann. "Es handelt sich dabei lediglich um eine zusätzliche Schutzvorrichtung", sagte Hanson.
Der Dammbruch habe keinen Einfluss auf die Kühlungssysteme der Anlage oder die Kühlung der benutzten Brennstäbe. Zwar sei die Stromversorgung unterbrochen worden, weil das Wasser die Stromtransformatoren überschwemmt hat, doch würden derzeit Notfall-Generatoren das Kraftwerk mit Strom versorgen, bis eine externe Stromversorgung wieder möglich ist, so die Aufsichtsbehörde.
Der Vorsitzende der Aufsichtsbehörde Gregory Jaczko will das Kraftwerk noch am Montag besuchen. Sein Besuch war bereits vor einer Woche festgelegt worden. Am Sonntag besichtigte er bereits das andere Kernkraftwerk des Staats Nebraska, das sich in der Nähe von Brownville ebenfalls direkt neben dem Missouri befindet. Bei beiden Anlagen gab es bereits anfangs dieses Monats einen Hochwasseralarm. Dabei handelte es sich jedoch um eine Routinemeldung, da das Hochwasser im Fluss erwartet wurde. Das Kraftwerk von Brownville wird weiterhin mit seiner vollen Kapazität betrieben.
Die Überschwemmungen entlang des Missouris bleiben jedoch eine Bedrohung, da die US-Armee stromaufwärts Wasser aus den Stauseen ablassen musste. Es wird erwartet, dass der Flusspegel in Nebraska und Iowa um 1,5 bis zwei Meter über die Flutwarnungslinie steigt und in manchen Teilen von Missouri sogar um bis zu drei Meter. Die Armee rechnet damit, dass die Flusspegel noch bis August hoch sein werden, da es im Frühling in den Hochebenen starke Regenfälle gegeben hat und nun der Schnee der Rocky Mountains abtaut.
Quelle: China Daily
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