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01. 08. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Umweltschutzministerium: Umweltlage noch immer bedrohlich

Schlagwörter: Umweltschutz Luftqualität Schwefeldioxid Wasserqualität Verschmutzung

Laut den vom Umweltschutzministerium veröffentlichten Berichten bleibt die Luft- und Wasserverschmutzung auch in der ersten Jahreshälfte 2011 ein ernsthaftes Problem. Insbesondere die Lage in den Seen ist weiterhin ernsthaft.

In den letzten Tagen veröffentlichte das Ministerium für Umweltschutz den "Bericht über die Luftqualität der wichtigen Umweltschutzstädte in der ersten Jahreshälfte 2011". In ihm hieß es, dass die Luftqualität in Beijing noch immer zur dritten Klasse zähle, wenngleich die Bestandteile an Schwefeldioxid und des lungengängigen Feinstaubs PM 10 (Schwebstaub mit einer Größe von weniger als zehn Mikrometer) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein bisschen gesunken sind.

Die Luftqualität ist in fünf Klassen gegliedert, wobei die erste Klasse die beste ist. Die dritte Klasse bedeutet eine leichte Verschmutzung. Dem vom Ministerium gleichzeitig veröffentlichten "Bericht über die Wasserqualität der wichtigen Einzugsgebiete in der ersten Jahreshälfte 2011" hingegen ist zu entnehmen, dass das Wasser in allen wichtigen Einzugsgebieten im Großen und Ganzen nur leicht verschmutzt ist. Hauptsächlich Seen seien schwer verschmutzt. Der Bestand an Schwermetallen habe dort die Grenzwerte übermäßig stark überschreiten.

Die Luftverschmutzung in 45 Städten einschließlich Beijing überschritt den Grenzwert. Laut dem oben genannten Bericht ist die durchschnittliche Konzentration an Schwefeldioxid in den 113 wichtigen Umweltschutzstädten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent gesunken. Die Konzentration von Stickstoffdioxid sei hingegen um 5,7 Prozent gestiegen. Die Menge von lungengängigem Feinstaub habe sich fast nicht verändert.

Die Grenzwerte seien in 45 Städten besonders stark überschritten worden. Dies entspreche 39,8 Prozent aller Städte. Dazu zählen Beijing, Taiyuan, Tangshan, Anshan, Changchun und andere Industriestädte. Ürümqi, die Hauptstadt des Autonomen Gebiets Xinjiang, sei am schwersten betroffen.

Die schlechte Wasserqualität bleibt ein ernsthaftes Problem. Laut dem Bericht über die Wasserqualität sind die sieben Hauptflüsse im Allgemeinen leicht verschmutzt. Unter ihnen sei der Haihe-Fluss am schlimmsten verschmutzt. Die Wasserqualität vom Jangtse und die des Perlflusses seien am besten. Die anderen Flüsse seien leicht oder mittelmäßig verschmutzt.

Die Wasserqualität der wichtigen Seen hingegen ist bedrohlicher. Im Taihu-See und im Chaohu-See erscheint eine leichte und im Dianchi-See eine mittelstarke Eutrophie. Die Wasserqualität von Dongting-See und Poyang-See gehört zur vierten Klasse und die von Hongze-See und Baiyangdian-See zur fünften Klasse. Bei den großen Stauseen erreichen nur der See von Qianhudao die erste und der Miyun-Stausee die zweite Klasse. Die Wasserqualität ist in fünf Klassen gegliedert, wobei die erste Klasse die beste ist.

Die Ursachen der Luft- und Wasserverschmutzung. Ma Jun, Direktor des Instituts für Öffentlichkeit- und Umweltangelegenheiten, teilte mit: "Die Luftqualität in Beijing scheint sich in der ersten Jahreshälfte verbessert zu haben, aber eine Überschreitung der Grenzwerte besteht immer noch." Laut Ma hätten zwei Faktoren die Luftqualität am meisten beeinflusst: Abgase von Fahrzeugen und Heizkraftwerken.

Zu Wasserverschmutzung sagte Ma: "In den vergangenen zehn Jahren verschlechterte sich die Umweltsituation des Haihe-Flusses. Im Gegensatz dazu verbesserte sich die Wasserqualität im Huaihe-Fluss, nachdem umweltschädliche Kleinunternehmen geschlossen wurden. Die schwere Verschmutzung von Haihe-Fluss liegt hauptsächlich im mangelnden Wasserbestand. Die Abwassermenge bei anderen Flüssen ist auch nicht niedrig. Aber ihre reichen Wasserbestände können die Konzentration der Verschmutzung abschwächen. So ist nicht nur der Haihe-Fluss schwer verschmutzt, sondern auch die meisten anderen Flüsse in China."

Das Problem der Schwermetallverschmutzung tauchte erst in den letzten Jahren auf. Erst seit 2009 eine Serie von Vergiftungsfällen aufflog, begann die Regierung dem Phänomen ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Obwohl die zuständigen Behörden sich bemüht haben, bleibt die Verschmutzung von Schwermetallen immer noch ein schwerwiegendes Problem, so Ma weiter.

Quelle: german.china.org.cn

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