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| 17. 10. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die Kriterien für Elektroautos in China sollen innerhalb eines Jahres verabschiedet werden. Derweil kämpfen die staatseigenen Unternehmen mit den Joint Ventures um das Mitspracherecht, weil diejenigen, die bei der Kriterienausstellung mitwirken können, auf diesem Markt am erfolgreichsten sein werden.
"Das chinesische Forschungszentrum für Automobiltechnik hat ein Konzept für die chinesische Elektroauto-Industrie entworfen. Es wurde dabei von verschiedenen Experten, Autoherstellern und Ersatzteillieferanten gemeinsam beraten," sagte ein Experte des chinesischen Vereins der Automobilingenieure in der vergangenen Woche der National Business Daily gegenüber. "Dabei sind die Industriestandards für Elektroautos im Ausland zu Rate gezogen worden. Aber die Standards, die nicht zu den chinesischen Gegebenheiten passen, sind nach chinesischen Kriterien verändert worden."
Die Kriterien umfassen sechs Aspekte: Aufladen der Batterien, Motor- und Steuerungssysteme, Speicherungseinrichtungen, Ersatzteile, Energielieferungssysteme und Anschlussstellen. "Darüber hinaus gibt es noch drei Aspekte, die noch nicht ausgearbeitet worden sind," sagte der Experte. "Es konnte noch nicht festgestellt werden, ab wann die Kriterien in Kraft treten können."
Die Kriterien wurden hauptsächlich von den staatlichen Unternehmen diktiert. Kein einziges ausländisches Unternehmen hat daran mitgewirkt. Manche Branchenkenner äußerten daraufhin die Besorgnis, dass die von China hergestellten Ersatzteile hinsichtlich der Qualität und der Technik nicht mit den ausländischen vergleichbar seien. Daher könnten die von den chinesischen Unternehmen vorgegebenen Kriterien die Konkurrenzfähigkeit der chinesischen Elektroauto-Industrie einschränken. Lü Wei, Leiter des staatlichen Zentrums für Forschung und Entwicklung wies darauf hin, dass die meisten Elektroauto-Hersteller in Wirklichkeit nur Montagefabriken seien und die Batterie-,
Materialien-, und Ladetechnik der chinesischen Unternehmen in Wirklichkeit relativ zurückgeblieben ist. Die Industriekriterien ohne fortschrittliche Technik könnten dazu führen, dass eine enorme Zahl von ausländischen Unternehmen auf den chinesischen Markt drängen werden.
Die ausländischen Autohersteller wollen auf ihr Mitspracherecht nicht verzichten. "Viele ausländische Autohersteller haben bei uns ihren Wille zur Mitwirkung bei der Regelvorgabe ausgedrückt. Leider haben sie nur das Recht, Vorschläge zu machen," sagte ein anderer Experte des chinesischen Vereins der Automobilingenieure. Allerdings wollen die Joint Ventures auch einen Teil dieses Marktes erobern. Um mit den chinesischen staatseigenen Herstellern konkurrieren zu können, haben sich die ausländischen Konzerne zur Zusammenarbeit entschlossen. Im vergangenen September haben General Electric (GE) und die General Motors (GM) Corporation ein Kooperationsmemorandum unterzeichnet, nach dem die beiden Unternehmen die Infrastruktur der Elektroauto-Industrie in China gemeinsam vorantreiben wollen. GE wird in den Einkauf der Elektroautos investieren, und GM engagiert sich intensiv bei der Erforschung der Kerntechnologien der Elektroautos, wie zum Beispiel beim Test von Materialien, der Reichweite und der Hitzeverträglichkeit der Batterien.
Ye Sheng, Vizedirektor der Forschungsabteilung für Automobile der IPSOS, rechnet mit einem Sieg der ausländischen Autohersteller: "Die Automobilindustrie hat im Ausland eine hundertjährige Geschichte und kann deswegen bei der technischen Forschung und der Regulierung des Marketings führend sein." Außerdem sei die Wirkung der Anbieter von Aufladesystemen nicht zu vernachlässigen. "Die Anbieter von Ladesystemen sollen die Regeln diktieren. Egal ob chinesisch oder ausländisch: alle Unternehmen müssen sich an den Aufladesystemen orientieren," sagte Qiu Jiong, Manager der Marketingabteilung von China Potevio Co. Ltd. der National Business Daily.
Deswegen konkurrieren China Potevio Co. Ltd , China Southern Power Grid und GE im Bereich der Infrastruktur für Elektroautos. Zum Beispiel haben China Potevio und China Southern Grid um die Kriterien und Standards in Shenzhen gekämpft. "Zuerst konnten die Elektrotaxis nicht bei den beiden aufladen lassen. Nach der Koordinierung der Kommission des Staatsrats für Kontrolle und Verwaltung des Staatsvermögens konnten sich die beiden Unternehmen endlich auf einheitliche Standards einigen", führte Qiu aus. Da sich die Elektroauto-Industrie noch in der Anfangsphase befindet, entwickeln sich die chinesischen Autostromanbieter relativ langsam. Bis heute haben China Potevio und China Southern Power den Markt in Shenzhen erobert und jeweils 57 beziehungsweise 62 Ladestationen aufgestellt. "Zurzeit stellen wir in mehreren Großstädten Nachforschungen an. Die Situation bietet leider keinen Grund zum Optimismus," so der Branchenkenner weiter.
Quelle: german.china.org.cn
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