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16. 12. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Die trüben Tage sind wieder zurück ...

Schlagwörter: Shanghai Luftverschmutzung Kaltfront

Obwohl für die vergangenen drei Tage in Shanghai nur eine leichte Luftverschmutzung prognostiziert worden war, verschlechterte sich die Luftqualität in mehreren Stadtteilen in einem so hohen Maße, dass sich zahlreiche Anwohner zu beschweren begannen.

Experten glauben nicht, dass sich die Luftqualität in den nächsten Jahren maßgeblich verbessern wird.

Die Luft war vom Shanghaier Umweltkontrollzentrum zum dritten Mal in Folge als "leicht verschmutzt" bezeichnet worden. Der Luftschadstoffindex hatte den Wert 100 überschritten, der für den unteren Wert einer Verschmutzung steht. Zugleich erreichte die Konzentration von PM10-Feinstaubpartikeln zwischen Dienstagnacht und gestern früh in Teilen der Stadt sogar mehr als 0,4 Milligramm pro Kubikmeter, was für eine mittelmäßige bis schwerer Luftverschmutzung steht. Dabei hatte die Wetterprognose jeweils nur eine geringe Verschmutzung erwartet.

"Der Prognosewert ist ein 24-stündiger Durchschnitt der Schadstoffkonzentration, während dem es im Laufe des Tages einige Höhen und Tiefen geben kann", erklärte Wang Qian, Meteorologin des Zentrums. "Selbstverständlich kann in eigenen Gebieten die Luftqualität schlechter als erwartet ausfallen." Wang sagte, sie verstehe die Sorge der Anwohner, und empfahl den Einheimischen auf der Website www.semc.com.cn die jeweils aktuellen Werte zu verfolgen. "Wir versuchen auch, die Vorhersage publikumsfreundlicher zu gestalten", sagte Wang.

Von Dienstagabend bis gestern früh blies in der ostchinesischen Metropole kaum ein Wind, was dazu führte, dass Shanghai in den Abgasen fast erstickte. "Es war, als wäre die ganze Stadt mit einem riesigen Deckel bedeckt", sagte Wang. Zahlreiche Bewohner beklagten sich über die schlechte Luft und luden im Internet Bilder von trüben Straßenzügen hoch.

"Die Luft roch wie Schießpulver und ich musste beim Gehen auf der Straße ständig husten", sagte ein Einwohner des Stadtbezirks Putuo gestern. Laut Aufzeichnungen hat im Bezirk Putuo gegen Mitternacht die PM10-Konzentration 0,421 Milligramm pro Kubikmeter betragen. Dies gilt als eine ernsthafte Verschmutzung.

Die Luftqualität soll sich im Verlauf des heutigen Tags und im Verlaufe des Wochenendes verbessern, da eine neue Kaltfront mit frischer Luft und Winden die Stadt erreicht, wie das Meteorologische Amt der Stadt Shanghai sagte. Die Temperaturen werden im Verlaufe des Wochenendes auf bis zu minus ein Grad sinken. Allerdings dürfte nach einigen Tagen die Verschmutzung wieder zunehmen, vermutet Wang. "Wenn sich die Jahreszeiten im November und Dezember ablösen, leidet die Stadt häufig unter einer starken Luftverschmutzung", weiß Wang. "Im Januar dürfte sich die Situation aber wieder verbessern."

Experten glauben nicht, dass sich die Luftqualität in den nächsten Jahren maßgeblich verbessern wird. Sie schlagen den Einheimischen deswegen vor, sich besser zu schützen. "Die Schadstoffe stammen meistens von der örtlichen Industrie und von Autos. Außerdem können mit der kalten Luft Aerosole aus dem Norden angeblasen kommen", sagte Ökologie-Professor Zhuang Guoshun von der Fudan-Universität. "Manche Teile sind zu klein, als dass Masken etwas nützen. Versuchen Sie deswegen, möglichst zu Hause zu bleiben."

Quelle: China Daily

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