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| 19. 01. 2012 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Der größte Süßwassersee Chinas wird laut Ansicht von Experten wegen Wasserkraftprojekten und einer schnellen Urbanisierung weiter schrumpfen. Der Wasserspiegel des Poyang-Sees ist seit zehn Jahren konstant niedriger geworden.

Bao Chunhong, Direktor der hydrometrischen Station Xingzi, zeigt an einer Messlatte den Wasserstand von früher an.
Bao Chunhong, Direktor der hydrometrischen Station Xingzi, sagte, dass in den 30 Jahren, die er am Poyang-See arbeitete, der Wasserstand immer wieder sank. 2011 habe das Gewässer jedoch eine besonders schwere Dürre erlebt. Fehlender Niederschlag sei der Hauptgrund dafür gewesen, dass der See geschrumpft ist, sagte Wang Shigang, stellvertretender Direktor der Abteilung Poyang-See des Hydrologischen Amts von Jiangxi. Allerdings hätten die zahlreichen Staudämme das Problem verschärft. Im vergangenen Jahr sah der See bei der Niederschlagsmenge ein Rekordtief. Der Wasserstand lag am 6. Januar nach Angaben der hydrometrischen Station Xingzi bei 7,79 Metern. Dies ist ein Meter weniger als das durchschnittliche Niveau in den vergangenen sechs Jahrzehnten.
Professor Rui Xiaofang von der Hochschule für Hydrologie und Wasserwirtschaft an der Hohai-Universität in Nanjing sagte gegenüber China Daily, dass auch die rasche Urbanisierung das Problem verstärken würde: "Immer mehr Menschen nutzen das Wasser aus dem See. Zudem gibt es unrechtmäßige Aktivitäten wie die illegale Wasserentnahme und das Aufschütten des Ufers für Bauprojekte."
Der Drei-Schluchten-Damm, ein wichtiges Wasserkraftwerk am Oberlauf des Jangtses, begann am 6. Januar mehr Wasser abzulassen. Dieser Schritt soll dazu führen, dass die Wasserlevels wieder höher werden und die Schiffe auf dem Mittel- und Unterlauf des Jangtse wieder sicher verkehren können, hieß es in einer Mitteilung der Kraftwerksbetreiber. Es wird erwartet, dass im Verlaufe der Trockenzeit 22,2 Milliarden Kubikmeter Wasser abgelassen werden. "Nachdem der Damm seine Schleusen geöffnet hat, sollte sich der Poyang-See von der Dürre erholt haben", sagte Wang. Der von der der hydrometrischen Station gemessene Wasserstand ist am Montag bereits wieder auf 8,2 Meter gestiegen.
Der niedrige Level des Sees bedroht die Wasserversorgung im Landkreis Duchang, wo etwa 120.000 Einwohnern mit einem akuten Wassermangel konfrontiert werden könnten. Lei Hongsheng, General Manager der örtlichen Wasserversorgung, sagte, dass sein Unternehmen begonnen habe, weitere Wasserpumpen zu installieren und die Rohre zu erweitern. Auf diese Weise könne die Wasserversorgung garantiert werden.
Obwohl in den meisten Teilen von Zentral- und Ostchina Regen und Schnee vorhergesagt wurden, ist Wang Shigang, Direktor des hydrologischen Amts des Sees skeptisch. Seiner Einschätzung nach ist noch mehr Regen erforderlich.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Wasserspiegel im Poyang-See dramatisch sank. Der Level liegt schon seit 2003 in der Trockenzeit jeweils besorgniserregend tief. Deswegen sagen sowohl lokale Experten wie auch Offizielle, dass die Zeit gekommen ist, das Problem anzugehen. Eine Möglichkeit wäre etwa, ein 2800 Meter breiter Damm zwischen dem Poyang-See und dem Ausfluss zu bauen. Dies würde das Gewässer vom Austrocknen bewahren. Wang hofft, dass dieses Projekt dem Verschwinden des Sees entgegenwirkt.
Quelle: german.china.org.cn
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