| Home | Aktuelles |
Multimedia |
Service |
Themenarchiv |
Community |
| Home>Natur und Umwelt | Schriftgröße: klein mittel groß |
| 27. 01. 2012 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Der Energieriese ConocoPhillips erklärte am Dienstag, dass er eine Milliarde Yuan (158 Millionen US-Dollar) Schadensersatz wegen der Ölpest zahlt, die entstanden war, nachdem im Juni 2011 im Ölfeld Penglai 19-3 in der Bohai-Bucht das schwarze Gold ins Meer geflossen war.
ConocoPhillips, die CNOOC (China National Offshore Oil Corp.), das Ministerium für Landwirtschaft und die Regierungen von Hebei und Liaoning (der beiden von der Umweltkatastrophe am stärksten betroffenen Provinzen) haben laut der Website des Ministeriums eine Vereinbarung über die Schadensersatzsumme erreicht. Diese liege bei einer Milliarde Yuan. ConocoPhillips und die CNOOC werden überdies 100 Millionen Yuan beziehungsweise 250 Millionen Yuan bezahlen, um die Meeresumwelt, insbesondere die Fischerei, wieder herzustellen und die Situation zu überwachen, so das Ministerium weiter. Die Provinzregierungen von Hebei und Liaoning werden das Geld an die betroffenen Fischer weiterleiten.
Einige Anwälte und Brancheninsider wiesen jedoch darauf hin, dass es nun von entscheidender Bedeutung sei, wie die Entschädigung unter den betroffenen Fischern aufgeteilt wird. Der Anwalt Zhao Jingwei von der Yingke-Kanzlei, der 107 Fischer aus Hebei repräsentiert und im Dezember eine Klage gegen ConocoPhillips China eingereicht hatte, befürchtet, dass die Opfer keine angemessene Entschädigung bekommen. "Da die Vereinbarung über private Verhandlungen erreicht wurde, ist die Art, wie die Entschädigungen berechnet und verteilt werden, nicht transparent", sagte er. "Außerdem ist unklar, wer die Verteilung überwachen wird."
Die meisten Fischer sind von der Außenwelt "relativ isoliert" und seien sich deswegen gar nicht bewusst, dass sich der Rückgang ihrer Beute auf die Ölpest zurückführen lässt, sagte Tian. "Viele wissen nicht einmal, dass sie überhaupt Schadensersatz fordern können." Der Fischer Ma, der in der Stadt Panjin in Liaoning lebt, bestätigt das. Er sagt, dass seine Fänge in diesem Jahr deutlich abgenommen haben. Er sei aber nicht sicher, ob die Kompensationen seine Lebenssituation verbessern können.
Quelle: China Daily
Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur
| Kommentar schreiben |
| Kommentare |
|
Keine Kommentare.
|
| mehr |