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02. 12. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Aussterbensängste um Pandabären beschwichtigt

Schlagwörter: Pandabär Bambus Klimawandel

Mangelnde Bambus-Versorgung durch Klimawandel "unwahrscheinlich"

Chinesische Experten haben einen Bericht zurückgewiesen, wonach in der Wildnis lebende Pandas durch den Klimawandel vom Aussterben bedroht sind, da steigende Temperaturen die für die gefährdete Art überlebenswichtigen Bambusbestände dezimieren.

Sie halten es für unwahrscheinlich, dass die Tiere Hunger leiden. Bambus, Grundnahrungsmittel der Pandas, wachse gut in den wichtigen Panda-Lebensräumen, sagte Ouyang Zhiyun, Chef des State Key Laboratory of Urban and Regional Ecology unter der chinesischen Akademie der Wissenschaften.

Er meint, dass steigende Temperaturen wahrscheinlich dazu führen, dass Bambus in höheren Lagen der Qinling-Berge wachse. Die Bambusbestände würden sich jedoch kaum verringern.

Qinling ist die Heimat von mindestens drei großen Bambusarten namens Pfeil, Holz und Drachenkopf, mit einer offiziellen Gesamtfläche von 250.000 Hektar, auf 800 Meter über dem Meeresspiegel.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten der Erhaltungsbemühungen ist die Population in Gefangenschaft lebender Pandas auf 341 weltweit von weniger als 100 im Jahr 1990 gestiegen.

Überleben in der Wildnis

Die Experten sagten, der Tod von einzelnen Pandas, die ausgewählt wurden, um ausgewildert zu werden, könne nicht ausgeschlossen werden.

Am 11. Oktober wurde der zweijährige, männliche Panda Tao Tao in der Liziping Nature Reserve in der Provinz Sichuan ausgewildert. Das Tier war von seiner Mutter in einem halbwilden Bereich der Zuchtstation aufgezogen wurde, um ihn besser für das Überleben in der Wildnis vorzubereiten. Das Auswildern von Tao Tao erfolgte fast sechs Jahre, nachdem ein ähnliches Experiment im Frühjahr 2007 mit dem Tod des männlichen Panda Xiang Xiang, der mehr als fünf Jahre alt war, endete.

Sarah Bexell, Bildunsgdirektorin für Arterhaltung an der Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding, sagte: "Das Personal in der Arterhaltung hält es für normal, dass einzelne sterben, nachdem sie in die freie Wildbahn entlassen werden. Die Auswilderung ist äußerst riskant und sollte mit großer Vorsicht durchgeführt und verstanden werden. Viele einzelne Tiere, bei jeder Wiederauswilderung von Arten, sterben während des Prozesses, weil sie nach Jahren in Gefangenschaft viel von ihrem natürlichen Verhalten verloren."

"Chinesische Experten versuchen noch immer, die einzigartigen Hindernisse zu erforschen, mit denen sie konfrontiert sind, wenn es darum geht, zu lernen, wie man den verbleibenden Lebensraum bewahren und die Pandas sicher auswildern kann," berichtete Bexell. Sie erklärte, in freier Wildbahn werde eine Pandamutter ihr Junges verstoßen, wenn es eineinhalb Jahre alt ist. "Tao Tao verbrachte den üblichen Zeitraum mit seiner Mutter," sagte Bexell.

Arbeiter im Reservat von Tao Tao fingen sein jetztiges 15-jähriges Muttertier Cao Cao in der Wildnis, als sie noch jung war. Dadurch, dass Cao Cao von ihrem Muttertier in der Wildnis aufgezogen wurde, konnte sie Tao Tao lehren, wie man auf Bäume klettert, wenn andere Tiere herannahen, und wie man Lebensmittel unter einer Schneedecke findet, kritische Fähigkeiten um zu überleben.

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Quelle: german.china.org.cn

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