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| 18. 03. 2013 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Trotz der mehr als 7500 verwesenden Schweinekadaver, die vergangene Woche im Huangpu-Fluss gefunden wurden, versichern die Behörden in Shanghai, dass das Trinkwasser sicher sei. Anwohner befürchten jedoch, dass manche Bakterien von den Tests gar nicht erkannt werden könnten.
Shanghais Behörden haben trotz des Fundes von mehr als 7500 verwesenden Schweinekadavern im Huangpu-Fluss in der vergangenen Woche nun erklärt, dass die Qualität des Trinkwassers der Stadt garantiert sei.
"Wir haben die Häufigkeit der Überprüfungen der Wasserqualität erhöht. Zwei Tests werden jeden Tag gemacht und bisher ist die Wasserqualität stabil und sicher", sagte Liu Fengqiang, Vize-Direktor der Umweltabteilung des Shanghaier Distrikts Songjiang.
In der vergangenen Woche wurde eine große Zahl toter Schweine gefunden, die von Jiaxing in der Provinz Zhejiang aus flussabwärts in Richtung des oberen Teils des Songjiang-Abschnitts des Huangpu-Flusses trieben. Tests ergaben, dass einige der Schweine an dem Porcine Circovirus gestorben sein dürften - einem bekannten Schweinevirus.
Die Shanghaier Wasserbehörden erklärten, dass sechs Wasserentnahmegebiete und neun Wasserwerke in den Distrikten Songjiang, Jinshan, Minhang und Fengxian betroffen gewesen seien. Sie versorgen die Stadt jeden Tag mit 2,41 Millionen Tonnen Wasser. Dies entspricht etwa 22 Prozent der gesamten Wasserversorgung der Stadt.
Beamte teilten mit, es seien keine gefährlichen Bakterien gefunden worden und die Wasserqualität entspräche den nationalen Hygienevorschriften für Trinkwasser.
"Die toten Schweine wurden schnell entfernt. Der verunreinigte Fluss beeinträchtigt nicht das Wasser direkt um das Wasserwerk", sagte Liu am vergangenen Donnerstag.
Beamte erklärten, dass der Porcine Circovirus als Schlüsselindikator für die Überprüfung der Wasserqualität aufgenommen wurde. Außerdem werde das Wasser auf weitere Indikatoren wie etwa Streptococcus suis, Salmonellen und E. coli O157 getestet.
Im Songjiang-Abschnitt des Flusses wurden einige Barrieren aus Wasserpflanzen errichtet.
Die Anwohner sind jedoch nach wie vor besorgt über die Wassersicherheit.
"Ich habe sofort aufgehört, Leitungswasser zu trinken, als ich die Nachrichten über die toten Schweine hörte. In den letzten Tagen habe ich abgefülltes Wasser im Supermarkt gekauft", sagte Shi Hua, ein Anwohner aus Songjiang.
"Es wurden keine Auffälligkeiten im Trinkwasser nachgewiesen. Vielleicht ist es einfach, schwer festzustellen. Die Nachrichten widern mich wirklich an", fügte er hinzu.
Shi sagte, er plane, mindestens für einen Monat abgefülltes Wasser zu trinken.
Liu erklärte: "Die Bedenken der Anwohner sind durchaus verständlich. Wir werden auch weiterhin die Wasserqualität genau überwachen, falls es irgendwelche Notfälle gibt."
In früheren Medienberichten hieß es, dass Menschen, die in der Nähe des Flusses leben, berichteten, es sei nicht das erste Mal gewesen, dass sie tote Tiere in dem Gewässer gesehen hätten.
"Der Huangpu-Fluss ist kein in sich geschlossener Teich und er wird auch für den Transport benutzt, daher fällt auch Müll in den Fluss", sagte Liu. "Es wurden auch schon früher tote Schweine, die vom Oberlauf nach Shanghai trieben, gesehen, aber es waren nur wenige, definitiv nicht so viele wie in diesem Jahr."
In den letzten Jahren habe Shanghai mehr Trinkwasserquellen erschlossen. Im Vergleich zu vormals 70 Prozent kämen heute nur noch 30 Prozent des Wassers der Stadt aus dem Huangpu-Fluss, fügte er hinzu.
Der Großteil des Trinkwassers kommt aus dem Jangtse, dem Qingcaosha-Reservoir, dem Chenhang-Reservoir und dem oberen Abschnitt des Huangpu-Flusses. Das Wasserquellgebiet Dongfengxisha am Jangtse (Yangtze River Dongfengxisha Water Source Area) befindet sich derzeit im Bau.
Liu räumte ein, dass im Zuge des Anstiegs der Shanghaier Bevölkerung die Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung der Wassersicherheit zunehmen würden.
Quelle: german.china.org.cn
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