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| 30. 06. 2013 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Studien belegen, dass die Verschmutzung des Huaihe-Flusses in Shenqiu in der Provinz Henan ein hohes Krebsrisiko für die Dorfbewohner entlang dem Fluss birgt.

Studien belegen, dass die Verschmutzung des Huaihe-Flusses in Shenqiu in der Provinz Henan ein hohes Krebsrisiko für die Dorfbewohner entlang dem Fluss birgt. 2010 starben 1724 Menschen in dem Gebiet, wie am Freitag in den Beijing News berichtet wurde. "Die Todesrate durch Krebs in Shenqiu ist doppelt so hoch wie die durchschnittliche Todesrate in China", so Yang Gonghuan, der stellvertretende Direktor des Chinesischen Zentrums für Krankheitskontrolle und -vorbeugung. Die höhere Krebsrate in dem Gebiet gehe mit der schweren Verschmutzung des Flusses aus. "Auch wenn die Wasserqualität in den letzten Jahren ein wenig verbessert wurde, dauert es mindestens zehn Jahre, die Rate an Todesfällen durch Krebs um ein drastisches Level zu senken", so Yang.
Am Dienstag veröffentlichte das Chinesische Zentrum für Krankheitskontrolle und -vorbeugung einen Bericht über die Wasserqualität des Huaihe-Flusses und die Todesfälle durch Krebs. So genannte "Krebsdörfer", Dörfer, in denen Umweltverschmutzung mit hohen Krankheitsraten im Zusammenhang steht, werden seit 1998 häufig gemeldet. Das Umweltministerium verwendete den Begriff erstmals im Februar, als es erklärte, dass in vielen Dörfern die Verwendung und Produktion von toxischen Chemikalien mit der Kontamination von Trinkwasser in Zusammenhang stehe, was hohe Raten an Krebskrankheiten und Todesfällen durch Krebs verursache.
Offenbar ist die Region um den Huaihe-Fluss ein typisches Beispiel für ein Krebsdorf. Der Huaihe ist ein großer Fluss, der in der Provinz Henan entspringt und durch die Provinzen Anhui und Jiangsu fließt. Wirtschaftlich gesehen ist es eine der sich am schnellsten entwickelnden Regionen in China. Doch die Bedrohung durch Krebs lauert in vielen Dörfern entlang dem Fluss. Liu Yongkai, ein Dorfbewohner in Xiawan in der Provinz Anhui, erklärte gegenüber Beijing News, dass die Menschen dort selten ins Krankenhaus gehen, und wenn sie gehen, dann sind sie im Endstadium einer Krebserkrankung. "Generell bedeutet dies, dass sie nur noch weniger als drei Monate zu leben haben", so Liu. In den vergangenen zehn Jahren gab es in dem Dorf mit einer Bevölkerung von weniger als tausend Einwohnern nahezu 200 Todesfälle durch Krebs. Für den 76-jährigen Yuan Hongliang sind die Tage, in denen er Wasser direkt aus dem Fluss getrunken hat, vorbei.
Ein Umweltbeamter, der anonym bleiben wollte, erklärte gegenüber Beijing News, dass sich China nach den 1980er Jahren auf die Entwicklung der Wirtschaft konzentriert und nicht die Auswirkungen auf die Umwelt berücksichtigt habe. 1982 wurde das Umweltamt, eine Organisation auf Staatsebene, etabliert. Im Oktober 2004 rief der Staatsrat die vier Provinzen entlang dem Huaihe-Fluss auf, die Wasserverschmutzung einzudämmen. Seit 2005 führt das Chinesische Zentrum für Krankheitskontrolle und -vorbeugung Forschungen über den Zusammenhang zwischen Wasserverschmutzung und Krebsfällen mit Überwachungsstationen in bislang 14 Kreisen durch. Laut ihren Forschungen hat sich die Sterberate durch Lungenkrebs der weiblichen Bewohner in Shenqiu von 1973 bis 2005 um das 20-Fache erhöht. Auch wenn viele Fabriken geschlossen worden sind, sind die Auswirkungen der vergangenen zwanzig oder dreißig Jahre auf das Gebiet noch sichtbar.
Quelle: german.china.org.cn
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