Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>Natur und Umwelt Schriftgröße: klein mittel groß
22. 05. 2015 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Drei-Schluchten-Betreiberin nimmt Ausland ins Visier

Schlagwörter: Drei-Schluchten Betreiberin Ausland

Die Betreiberin des Drei-Schluchten-Damms will bis 2020 fünf der zehn größten Wasserkraftwerke der Welt betreiben oder besitzen. Neben Europa hat die Firma mit Sitz in Beijing vor allem Lateinamerika im Visier.

Die Erbauerin und Betreiberin des Drei-Schluchten-Staudamms, die China Three Gorges Corporation (CTGC), will ihr Portfolio im Ausland erweitern. „Wir sehen uns derzeit in Lateinamerika und Europa nach möglichen Übernahmen um, da sich das portugiesische Energieunternehmen, das wir zuletzt gekauft haben, gut entwickelt hat“, erklärt Lin Chuxue, der Vizepräsident des Konzerns.

Im Jahr 2011 hat die CTGC für eine Summe von 2,69 Milliarden Euro den Mehrheitsanteil an der Energias de Portugal SA übernommen. Die Akquisition der portugiesischen Firma, die zu den größten europäischen Energieversorgern gehört, war die erste Übernahme der Drei-Schluchten-Betreiberin im Ausland.

Bis Ende 2014 hat die CTGC bereits in 81 ausländische Projekte investiert. Die installierte Gesamtleistung dieser Projekte beträgt rund 6000 Megawatt. Diese Zahl soll in den nächsten Jahren auf 25.000 Megawatt erhöht werden, was in etwa der vollen Leistung des Drei-Schluchten-Damms am Jangtse entspricht.

Die CTGC gehört zu den international erfahrensten Herstellern und Betreibern von Wasserkraftwerken. Gemäß ihrem Präsidenten Wang Lin wird die CTGC bis zum Jahr 2020 fünf der zehn größten Wasserkraftwerke der Welt erbaut haben, betreiben oder besitzen.

In Zukunft will das Unternehmen mit Sitz in Beijing vor allem mit Übernahmen im Ausland weiter wachsen. „Wir haben Vorteile über die gesamte Industriekette hinweg – von der Sondierung über die Technologie bis hin zur Herstellung und Finanzierung“, sagt Vizepräsident Lin. „Das gibt uns bei internationalen Ausschreibungen einen Wettbewerbsvorteil.“

Einen weiteren Schub erhofft sich die CTGC von der „One Belt, One Road“-Initiative, mit der die chinesische Regierung die Konnektivität zwischen Asien, Europa und Afrika verbessern will.

Im Moment haben Pakistan und Brasilien oberste Priorität für die China Three Gorges Dam Corporation. In beiden Ländern ist der Konzern an mehreren Wasserkraftwerk-Projekten beteiligt.

In Pakistan macht der Anteil der Wasserkraft am gesamten Energiemix derzeit 30 Prozent aus. Da es dem Land am Hindukusch an Öl- und Gasvorkommen fehlt, dürfte dieser Anteil in Zukunft noch weiter zunehmen.

Der Plan der CTGC in Pakistan sieht den Bau von mehreren Wasserkraft- sowie Wind- und Solaranlagen im Gesamtwert von 15 Milliarden US-Dollar vor. In Brasilien will die chinesische Firma Wasser- und Windenergie-Projekte mit einer installierten Leistung von 3000 Megawatt realisieren.

Folgen Sie German.china.org.cn auf Twitter und Facebook und diskutieren Sie mit!

Quelle: people.cn

   Google+

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr