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17. 09. 2015 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Grundwasserspiegel Beijings steigt nach 16 Jahren erstmals wieder

Schlagwörter: Grundwasser

Beijings Grundwasserspiegel ist laut einem Bericht der Auslandsausgabe von People's Daily zum ersten Mal in 16 Jahren gestiegen.

Laut den Daten, die an 885 Grundwasserspiegel-Überwachungspunkten der Stadt gemessen wurden, lag das Grundwasser in Beijing am 31 Juli in einer Tiefe von 26,55 Metern, 15 Zentimeter höher als die 26,7 Meter, die am 30. Juni gemessen wurden. Damit hat sich der Grundwasservorrat um 80 Millionen Kubikmeter erhöht.

Laut Experten werde sich der Grundwasserspiegel Beijings dank des Süd-Nord-Wassertransferprojekts umfassend erholen: durch das aus dem Süden nach Beijing gepumpte Wasser habe man die Wasserknappheit in der Hauptstadt bis zu einem gewissen Grad bekämpfen können. In der Zwischenzeit haben strenge Kontrollen privat angelegter Brunnen ebenfalls zum Anstieg des Grundwasserspiegels beigetragen.

Die rasche Entwicklung der Stadt in den letzten Jahren hat auch eine regelrechte Bevölkerungsexplosion mit sich gebracht. Die ständige Wohnbevölkerung Beijings lag 2014 bei 21 Millionen Einwohnern – doppelt so hoch wie noch 1999. Mit der Zunahme der Bevölkerung ging ein immer größer werdender Wassermangel einher. Außerdem hat die chinesische Hauptstadt seit 1999 viele Jahre der Dürre erlebt.

Um die Nachfrage zu befriedigen, musste Beijing das Grundwasser für viele Jahre übermäßig stark nutzen. Statistiken zeigen, dass der Grundwasserspiegel der Stadt aufgrund der übermäßigen Nutzung über viele Jahre hinweg immer weiter abgesunken ist. 1980 lag das Beijinger Grundwasser in einer Tiefe von 6,7 Metern; im Jahr 1998 betrug die Zahl schon 11,88 Meter; im Jahr 2014 waren es fast 26 Meter.

Da seit letztem Dezember Wasser aus dem Süden nach Beijing gepumpt wird, konnte die Wasserknappheit effektiv gelindert werden. Jeden Tag werden beinahe 2 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Süden nach Beijing gepumpt – das genügt für etwa 60 Prozent der städtischen Wasserversorgung. Bis Ende August dieses Jahres wurden so 500 Millionen Kubikmeter Wasser nach Beijing gepumpt, und insgesamt sollen es in diesem Jahr 818 Millionen Kubikmeter Wasser werden.

Das Wasser aus dem Süden hat die Wasserknappheit in Beijing bis zu einem gewissen Grad gelindert und es möglich gemacht, selbst gebohrte Brunnen zu schließen. Laut einem Beamten der städtischen Wasserversorgung werde Beijing strenge Maßnahmen zum Management der Wasserressourcen ergreifen. Bis Ende 2020 sollen alle selbst gebohrten Brunnen geschlossen und das Grundwasser besser geschützt werden.

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Quelle: german.china.org.cn

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