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| 25. 02. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die chinesische Zentralbank sieht in China die Gefahr einer Deflation. Den Wechselkurs will sie aber weiterhin nicht direkt verändern und stattdessen die heimische Wirtschaft mit genügend Kapital versorgen und das Kreditwachstum in China fördern.
Die chinesische Zentralbank, auch People's Bank of China (PBOC) genannt, gab am Montag bekannt, dass eine Deflation auf Grund des Anhaltenden Drucks auf die Preise in nächster Zeit möglich sei. Die Rohstoffpreise seien bereits tief und eine noch schwächere ausländische Nachfrage könnte die bereits existierenden inländischen Überkapazitäten weiter erhöhen, verkündete das Institut im Rahmen einer Sitzung über seine Geldpolitik im vierten Quartal. "Vor dem Hintergrund einer sinkenden Allgemeinnachfrage ist der Druck auf die Preise sehr stark und die preistreibenden Faktoren schwach", so PBOC. "Daher ist die Gefahr einer Deflation durchaus real." Der chinesische Konsumentenpreisindex CPI, ein wichtiges Instrument zum Messen der Inflation, stieg im vergleich zum Vorjahr im Januar um bloß 1 Prozent. In derselben Periode fiel der Produzentenpreisindex PPI, welcher die Inflation auf der Angebotsseite misst, um ganze 3,3 Prozent.
Langfristig neue Inflation möglich. Doch die chinesische Zentralbank warnte auch vor langfristigen Inflationsrisiken. Da die Zentralbanken weltweit riesige Mengen an Liquidität in das Finanzsystem pumpen, laufen gerade die Rohstoffpreise Gefahr, erneut auf eine Achterbahnfahrt zu geraten, so die Zentralbank. Hinzu käme, dass für die chinesische Volkswirtschaft auch in naher Zukunft die Gefahr einer Rezession nicht gebannt sei. Insbesondere die schrumpfende Auslandnachfrage, die Überkapazitäten in manchen Sektoren und die Jobverluste in städtischen Zentren werden Chinas Volkswirtschaft voraussichtlich in nächster Zeit belasten. Das Bruttoinlandprodukt BIP wuchs im vierten Quartal 2008 zwar weiterhin, doch nur noch um 6,8 Prozent. Insbesondere die Exportindustrie und die Immobilienmärkte brachen ein und zogen das Gesamtwachstum des Jahres 2008 auf ein siebenjahrestief von 9 Prozent. Trotzdem ist die Zentralbank für die Zukunft der chinesischen Volkswirtschaft optimistisch, da China ein riesiges Marktpotential besitze und die makroökonomischen Maßnahmen zu wirken begingen. Daher sei es wahrscheinlich, dass das Land weiterhin ein stabiles und relativ zügiges Wirtschaftswachstum genießen dürfe. Doch die Zentralbank plant auch aktive Maßnahmen: um die Wirtschaft anzukurbeln, würde sie das Bankensystem mit reichlich Liquidität versorgen und ein stabiles, aber vernünftiges Kreditwachstum fördern. Ebenso versicherte das Institut, dass China den Yuan-Wechselkurs relativ stabil halten würde. Der Yuan soll zwar auch in Zukunft freier gehandelt werden, die Öffnung soll aber langsam und kontrolliert erfolgen.
Quelle: Xinhua
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