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17. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Arbeitsmarkt

Weniger Jobs für Ausländer in China

Arbeitgeber in China werden immer wählerischer wenn es um die Qualifikation von ausländischen Mitarbeitern geht. Der Arbeitsmarkt für Ausländer schrumpfe derzeit in Beijing, sagte eine Expertin.

Yang Jiameng, eine Sprecherin des Pressezentrums der State Administration of Foreign Experts Affairs (SAFEA), sagte, dass die Anzahl der Ausländer, die in China nach einem Job suchen, in den letzten fünf Jahren enorm gestiegen sei.

Die meisten ausländischen Fachkräfte würden in den Branchen Bildung, Finanzen und IT gesucht. "In der Vergangenheit hatten wir viele offene Positionen, doch nicht genug Bewerber, nun ist es genau umgekehrt", sagte Yang der Zeitung METRO.

SAFEA hatte am Wochenende eine Jobmesse in Beijing organisiert, die von 700 Menschen besucht wurde. Das Unternehmen veranstaltet in der Hauptstadt seit April 2005 große Jobmessen. Im Jahr 2005 nahmen rund 200 Ausländer an der Ausstellung teil, im April dieses Jahres waren es 1200. Dieses Jahr fand das erste Mal eine Messe im Winter statt.

Colin Friedman, Geschäftsführer von China Expert International, sagte, der Arbeitsmarkt in China schrumpfe für Ausländer. "Es wird für internationale Jobsuchende immer härter, in China etwas Passendes zu finden. Es gibt immer mehr Chinesen, die hervorragend Englisch sprechen."

Yang Jingjing, Personalmanger bei der französischen IT Firma IP Chine, wollte fünf Bewerber einstellen, doch es gab keine Bewerber mit den erforderlichen Kompetenzen. "Wir wollen jemanden, der nicht nur fließend Englisch spricht, sondern der auch noch exzellente IT Fähigkeiten besitzt. Die meisten Bewerber haben jedoch keine Berufserfahrung in der IT Branche", sagte er.

Molly Leighton, eine internationale Personalmanagerin für English First, eine Englische Bildungseinrichtung in China, sagte, die weltweite Finanzkrise habe dazu geführt, dass mehr Ausländer in China nach einem Job suchten. "Wir haben dieses Jahr auf unsere Stellenausschreibungen für englischsprachige Lehrkräfte Bewerbungen von Menschen mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen erhalten, selbst von Juristen."

Dai Kebin, Geschäftsführer von Wisest, einem im Jahr 2000 gegründeten Personalvermittlungsunternehmen sagte, dass nicht nur die Finanzkrise ausländische Bewerber nach China ziehe, sondern auch der Reiz, in einem Schwellenland zu arbeiten. "Seit vergangenem Oktober hat unser Unternehmen zwei oder drei ausländische E-Mail Bewerbungen pro Woche für Jobs in China erhalten. Vorher bekamen wir zwei oder drei E-Mails im Monat", sagte er.

James Talent, ein US-Student, der derzeit Chinesisch an der University of International Business and Economics studiert, sagte, es sei schwer für Ausländer, die nicht Englischlehrer werden wollten, einen Job in China zu finden. "Wenn ich hier nichts Ordentliches finden kann, gehe ich Ende des Jahres nach Amerika zurück", sagte er. James glaubt, er habe in den USA bessere Chancen, einen guten Job zu finden, da er dort Leute kenne.

Laut Angaben eines jüngsten Berichts des Nationalen Statistikbüros hatten Ende 2008 rund 217.000 Ausländer eine Arbeitserlaubnis in China – ein Anstieg von 7000 im Vergleich zum Vorjahr.

Quelle: China Daily

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