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27. 12. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Gegen Raubkopien

Hollywood Studio drängt China zu mehr Filmimporten

Der Leiter eines der größten Hollywood Studios hofft, dass China künftig mehr ausländische Filme zulässt. Dies sei im Interesse sowohl heimischer als auch ausländischer Filmproduzenten.

"Wir würden gerne mehr Filme auf den chinesischen Markt bringen", sagte James Gianopulos, Vorsitzender und Geschäftsführer der Fox Filmed Entertainment zu China Daily.

"Menschen müssen Zugang zu legalen Produkten haben, sonst schauen sie sich Raubkopien an. Raubkopierer bestehlen nicht nur uns sondern auch die Regierung und Chinas Wirtschaft. Damit ist keinem geholfen."

Gianopulos kam nach in Beijing, um "Avatar", seinen neuesten Science-Fiction zu bewerben, der am 4. Januar in China Premiere feiert.

Gianopulos' Kommentar geht Hand in Hand mit einer Entscheidung der Welthandelsorganisation (WTO). Diese hatte am Montag eine chinesische Berufungsklage zurückgewiesen und an einem früheren Urteil gegen die chinesischen Regelungen über den Import und die Verbreitung von Büchern und audiovisuellen Produkten festgehalten.

Nach Meinung der Welthandelsorganisation genügen die chinesischen Regelungen nicht denjenigen der WTO.

China gab daraufhin sein Bedauern über die WTO Regelung bekannt.

"Seit seinem Eintritt in die WTO hat China die Auflagen der WTO Regelungen im Hinblick auf den Zutritt zum Medienmarkt gewissenhaft erfüllt", sagte Yao Jian, Sprecherin des Handelsministeriums, auf der Webseite des Ministeriums.

"China bedauert die Entscheidung der WTO und ist der Meinung, dass Kulturgüter einen kommerziellen und kulturellen Wert haben und nicht wie normale Produkte gehandhabt werden sollten."

China importiert im Jahr 20 ausländische Filme zur Vorführung in Kinos. Die Regelung zwingt China jedoch nicht dazu, Filme zu importieren, die es als schädlich für die Öffentliche Moral erachtet.

In den vergangenen fünf Jahren wuchs der Umsatz von Chinas Kinos pro Jahr um 20 Prozent und erreichte im vergangenen Jahr fast 630 Millionen US-Dollar (438 Millionen Euro).

Amerikanische Filme wie "Titanic" und "Transformers" zählen auch in China zu den größten Kassenhits, doch heimische Filme werden wettbewerbsfähiger und trugen im vergangenen Jahr 60 Prozent zum Umsatz bei.

Gianopulos sagte, dass mehr heimische Filme dem gesamten Markt zugute kämen und nicht auf Kosten der ausländischen Filme gingen.

"Heimische Filme spornen das Publikum an, noch öfter ins Kino zu gehen. Wenn die Menschen ins Kino gehen, werden mehr Kinos gebaut und mehr Filme gedreht", sagte er.

"Wenn die Menschen einmal Spaß am Kino gefunden haben, wird manchmal ein chinesischer Film an der Spitze der Rangliste stehen und hoffentlich auch manchmal einer unserer Filme. Was wirklich zählt ist, dass sie die Möglichkeit haben, ins Kino zu gehen und es immer wieder gerne tun."

"Avatar", ein Film von James Cameron, ist ein Science Fiction Film, der die neuesten 3-D Technologien einsetzt. Er wird in China in der 2-D und 3-D Version gezeigt.

Quelle: China Daily

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