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| 01. 06. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Nicht nur die Kinder freuen sich auf den Internationalen Tag des Kindes, auch bei Unternehmern schlägt das Herz höher, denn die Wirtschaft boomt am Tag des Kindes.
Der 1. Juni ist der Feiertag auf den alle Kinder sehnlichst warten und die Eltern sind gerne bereit, Geld für Geschenke auszugeben. Pfiffige Unternehmer habe sich bereits darauf eingestellt, denn alles, was Kinder anspricht, hat in diesen Tagen Hochkonjunktur, die "Kinderwirtschaft" boomt. Bei "Taobao", das Ebay Chinas, überstieg der Umsatz mit Kinderprodukten bereits eine Woche vor dem Festtag 4300 Millionen Yuan, dies ist ein Zuwachs von 115 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die jungen Eltern bestellen besonders gerne online Kinderkleidung
Eine der Kindheitserinnerungen ist die Erinnerung an neue Kleider am "Tag des Kindes", weshalb Kleideranzeigen momentan wie Pilze aus dem Boden schießen. Die Kinder sind an diesem in China besonderen Ferientag, die Hauptpersonen und werden damit zur Zielgruppe der Geschäftswelt.
Besonders beliebt waren bei den Eltern dieses Jahr Spiele, die von Eltern und Kindern gemeinsam gespielt werden können. Denn obwohl Kleidung das traditionelle Geschenk zum "Tag des Kindes" ist, haben sich besonders viele Eltern der Mittelschicht entschlossen, ihren Kindern dieses Jahr keine Kleidung zu schenken. Der Rummel um das Produkt Kleidung war zwar enorm hoch, doch die Preise waren für viele Familien genau so unverhältnismäßig, denn diese schnellten von einigen Hundert auf mehr als Tausend Yuan. Eltern, die sich trotzdem für das traditionelle Geschenk entschieden, kauften die Kleidung deshalb vermehrt im Internet, da die Preise dort nicht so unverhältnismäßig anstiegen wie in den Läden.
Einem Absatzbericht von Taobao zufolge gibt die durchschnittliche Familien etwas 200 Yuan aus, die Summe, welche die Eltern für Kleidung ausgeben, übersteigt diese noch. Bereits in der Woche vor dem Ferientag gaben die Eltern mehr als 1200 Millionen Yuan für Kleidung aus.
"Das frühe Lernen" wird immer beliebter
Am 29. Mai fand in Jinnan die Kinderindustriemesse statt, auf der viele Aussteller ihre Produkte für die frühkindliche Förderung vorstellten.
"Man muss dafür sorgen, dass die Kinder nicht frühzeitig den Anschluss verlieren", ist der meist benutzte Werbeslogan für die frühkindliche Förderung. Wie können die Eltern aber nun ihren Kindern wirklich helfen, den geeigneten Start ins leben zu finden?
"Ich tendiere dazu, Kindern nur eine Methode zu geben, nach der sie dann selbstständig lernen können", erklärte Frau Duan, von den Jinnaner Heizkraftwerken. Obwohl ihr Kind erst fünf Jahre alt ist, besucht es bereits seit zwei Jahren eine Klasse, welche die frühkindliche Bildung fördern soll.Ursprünglich hatte Frau Duan einen Kurs besucht, der sich mit der Aneignung von Wissen beschäftigte, mit dem sie aber nicht zufrieden gewesen war. Durch Zufall stieß sie auf eine Zeitungsanzeige, in welcher ein Institut dafür warb, die Fähigkeiten der Kinder zu trainieren. "Der Lehrer und ich haben die gleichen Ansichten, aber auch die Kinder gehen gerne hin und mögen die Atmosphäre." Frau Duan bezahlte die hohen Studiengebühren von 5700 Yuan, obwohl dieser Betrag nicht gerechtfertigt war, für diese Summer erwartete sie aber auch einiges: "Nachdem mein Kind am Kurs teilgenommen hatte, machte es erhebliche Fortschritte und konnte sich besser als vorher konzentrieren."
In Jinnan gibt es immer mehr Familien die ihre Kinder erziehen lassen, wie es Frau Duan tut, dementsprechend steigt auch die Zahl der Institute. "Unsere Programme eignen sich für 0-12 jährige Kinder. Durch interessante Spiele versuchen wir die Bewegungs- und Beobachtungsgabe der Kinder zu schulen, auch Erinnerungs- und Denkfähigkeit sollen angeregt werden," erklärte Herr Wang, Leiter des Institutes. Das Institut wurde im Mai 2008 in Jinnan eröffnet, und hat mittlerweile bereits zwei Abteilungen und etwa 100 Schüler. "Die Entwicklungstendenz unseres Institutes ist nicht schlecht, denn viele Familien haben sich bereits mit unseren Ideen und dem dahinter liegenden Lernkonzept angefreundet", erklärte die verantwortliche Person des Institutes.
Modernes japanisches Spielzeug schlägt traditionelle chinesische Figuren
Spielzeuge verkaufen sich besonders gut zur Ferienzeit und viele der modernen Spielsachen gefallen Eltern wie auch Kindern.
"Die einfachen Spielsachen, welche mit der Hand bedient werden, verkaufen sich normalerweise besser", erklärte Frau Li, welche das Kaufverhalten der Kunden erklärt. Frau Li sagte, dass ihr Kind zwar noch sehr klein sei und gerade erst anfange sich für Spielzeug zu interessieren. Sie sagt, dass sie 100 Yuan als einen angemessenen Preis für ein Spielzeug erachte.
Eltern und Kinder sind mit dem vielfältigen Angebot der Spielwarenindustrie zufrieden, doch der Markt verändert sich sehr schnell. Ein Spielwarenvertreter erklärte: "Der Spielwarenmarkt ist sehr schwierig, da er sich schnell verändert. Es ist nie eindeutig wohin sich der Markt entwickeln wird und einige Firmen verschwinden einfach, wenn sie den Trend nicht erkennen." So verschwanden einige qualitativ hochwertige Spielzugfiguren vom Markt, da der japanische Konkurrent den Zeitgeist besser traf.
So sind momentan wenige klassische chinesische Spielzeugfiguren auf dem Markt, da sie einfach keine Abnehmer finden. Die Spielwarenhersteller, welche die klassischen chinesischen Spielzugfiguren zur "Reise in den Westen" verkaufen, sind von der Situation irritiert. "Kinder interessieren sich heute für amerikanische Comics, an chinesischen Bildgeschichten haben sie kein großes Interesse. Was vermutlich auf den Mangel an Kreativität bei einheimischen Cartoons und den dazu passenden Spielsachen zurückzuführen ist."
Quelle: german.china.org.cn
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