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| 25. 10. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Risiken
Doch viele chinesische Arbeiter, auch solche mit gültigen Arbeitserlaubnissen, würden Arbeitsplätze akzeptieren, die viele Südkoreaner als unangenehm erachten, behauptete das chinesische Handelsministerium auf seiner Website. Das Ministerium erklärte, viele legitime chinesische Arbeiter in Südkorea nähmen vor allem schmutzige, schwierige und gefährliche Jobs an. Viele chinesische Arbeiter sind in den Bereichen Fertigung, Bau und dem Fischereisektor tätig. Rund 60 Prozent der legalen chinesischen Gastarbeiter soll in schäbigen Wohnungen leben, so das Ministerium. Zumindest für sükoreanische Verhältnisse. Ein anderes Problem für die illegalen Arbeiter ist die Sicherheit am Arbeitsplatz.
Am 7. Januar 2008 explodierte eine Kälteanlage in Ichon. Dabei kamen 40 Arbeiter ums Leben, darunter zwölf illegal eingewanderte Chinesen. Die meisten der chinesischen Opfer erhielten zwischen 131.296 und 159.012 US-Dollar, etwa 77.285 weniger als koreanische Arbeiter, berichtete das in Peking ansässige Magazin International Herald Leader.
"Das Arbeitsrecht jedes Landes schützt gesetzliche Rechte und Interessen der Arbeiter. Jedoch muss der Identitätsstatus der Arbeiter rechtlich zweifelsfrei geklärt sein, bevor sie für sie günstige Paragraphen des Gesetzes genießen können", erläuerte Dong Baohua, ein in Shanghai ansässiger Fachanwalt für Arbeitsrecht, der Global Times am Sonntag.
Aufgrund der viel höheren Löhne in Südkorea sind Jobagenturen, die chinesische Arbeiter für koreanische Arbeitgeber finden, wie Pilze aus dem Boden geschossen. Allerdings berechnen in China lizenzierte Agenturen viel höhere Gebühren als die illegalen und verlangen mehr persönliche Informationen von den chinesischen Bewerbern.
Legale Routen
Ein Agent der in Shandong ansässigen legalen Zhongzhi International Trading Company sagte gegenüber der Global Times, dass sie Leute suchen, die in Südkorea als Köche und Kellnerinnen arbeiten wollen. Die Agentur verlangt dafür eine horrende Gebühr von 55.000 Yuan (8.259 US-Dollar) und die Antragsteller dürfen keine Familienmitglieder oder Freunde haben, die zuvor in illegal in Südkorea geblieben sind.
Um diesen illegalen, jedoch selbst verständlichen Abfluss von Arbeitskräften zu bekämpfen, unterzeichneten Chinas Ministeriums für Handel und Südkoreas Ministerium für Arbeit im Mai ein Memorandum of Understanding (MoU), das es vier chinesischen Provinzen erlaubt, Pilotprogramme durchzuführen, in denen sich Chinesen für eine Beschäftigung in Südkorea bewerben können – also durch Regierungsbehörden und gegen hohe Gebühren.
Bewerben können sich Einwohner von Jilin, Heilongjiang, Shandong und Henan, die zwischen 18 und 39 Jahren alt sind. Sie müssen eine koreanischen Sprachtest und einen körperliche Untersuchung absolvieren.
"Bisher haben wir mehr als 3.000 qualifizierte Bewerber. Aber es gibt noch keinen Zeitplan, wann sie gehen und in Südkorea arbeiten könnten ", erklärte ein Beamter des Exekutivbüros für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit im Ministerium für Handel gegenüber Global Times.
Quelle: Global Times
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