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| 28. 04. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Japanische Hersteller sind wegen des Erdbebens mit Lieferengpässen konfrontiert, was sich auch in einem sinkenden Importvolumen japanischer Autos und Kameras in China äußert.

Beijings Importe von digitalen Kameras aus Japan gingen im ersten Quartal 2011 um 8,8 Prozent zurück. Dies verdeutlicht laut Aussage der Beijinger Kommunalregierung vom Montag das seit dem Erdbeben in Japan im März gestiegene Ausmaß der Ausfallquote.
Das Erdbeben vom 11. März beeinträchtigte die Ausfuhr japanischer Hersteller, was zu Import- und Lieferengpässen auf Beijings Markt führte, erklärte Yuan Xiaolu, Direktor der Außenhandelsabteilung der Beijing Municipal Commission of Commerce. "Fast alle Modelle japanischer Kameras sind nach dem Erdbeben rar geworden", sagte ein Vertreter eines exklusiven Ladens für Nikon-Kameras in Beijing.
Im Vergleich zu dem Zeitpunkt vor dem Erdbeben stiegen die Preise um knapp 5 Prozent, das Absatzvolumen der Verkäufe fiel laut Angabe des Beamten um 20 Prozent. Ein PR-Leiter von Sony (China) Co. Ltd meinte, dass sich das Ausmaß des Erdbebens auf den chinesischen Markt in Kürze abschätzen ließe. "Wir sind aktuell noch nicht in der Lage, den genauen Einfluss des japanischen Erdbebens auf den chinesischen Markt zu bewerten, da wir immer noch den Schaden evaluieren".
Handelsstatistiken, die von der japanischen Regierung am 20. April veröffentlicht wurden, zeigten, dass Japans China-Exporte von fotographischem Zubehör, darunter zumeist Kameras, im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,3 Prozent fielen. Ein vom Handelsministerium am 22. April herausgegebener Bericht über Chinas Exporte und Importe im Frühjahr zeigte, dass das Erdbeben die globale Lieferkette beeinflusste, und dass vor allem elektronische Produkte und Fahrzeuge massiv unter den Engpässen gelitten haben.
Weniger Fahrzeugimporte. Yuan sagte im März, dass Fahrzeugimporte von Japan nach Beijing um 74,8 Millionen Euro nachließen. Im ersten Quartal ging die Importquote von integrierten Schaltkreisen, einer Schüsselkomponente für Mikrochips, die im Nordosten Japans und gleichzeitig dem Epizentrum des Erdbebens produziert wird, um 11,7 Prozent zurück. Die Beijing Municipal Commission of Commerce sagte am Montag, dass im März die Gesamtimporte von Japan nach Beijing 1,1 Milliarden Euro betrugen, also immer noch um 10,2 Prozent ansteigen konnten.
Währenddessen hat im ersten Quartal laut Yuan der Teilemangel in Japan zu einem Anstieg an Rohstoffexporten von Beijing nach Japan geführt, darunter Braunkohle und Kokskohle. Die entsprechenden Exporte umfassten insgesamt ein Volumen von 722,1 Milliarden Euro, ein Plus von 41,6 Prozent im Vergleich Vorjahreszeitraum. "Japan hat die Vereinigten Staaten als Hauptexportmarkt für Beijing überholt", sagte Yuan.
Quelle: China Daily
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