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| 23. 05. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Chinesische und südkoreanische Spitzenpolitiker haben am Samstag japanische Betroffene des Erdbebens und Tsunami besucht und im gebeutelten Nordosten des Landes angebaute Produkte probiert, um ihre Unterstützung für Japan während der humanitären und nuklearen Krise, die durch das Erdbeben und den Tsunami am 11. März entstanden ist, zu demonstrieren.
Premierminister Wen Jiabao signalisierte die Bereitschaft Chinas, die Beschränkungen für japanische Lebensmittelimporte zu lockern, die von China und anderen Ländern wie Südkorea auferlegt wurden, nachdem die Katastrophe das Atomkraftwerk Fukushima schwer beschädigt hatte und sich Angst über radioaktiv verseuchte Lebensmittel breit gemacht hatte.
Der japanische Premierminister Naoto Kan, der Gastgeber eines jährlich stattfindenden Gipfel der drei führenden Volkswirtschaften in der Region ist, hat auf die Veranstaltung gesetzt, um Bedenken in Japan und im Ausland über die Sicherheit der nuklearen Einrichtungen und der Agrarprodukte zu zerstreuen. Als symbolische Geste trafen sich Wen und der Präsident Südkoreas, Lee Myung-Bak, mit Kan in der Stadt Fukushima, die rund 60 Kilometer nordwestlich von dem havarierten Kraftwerk liegt, das die schwerste Nuklearkrise seit Tschernobyl erlitten hat. Vor einem Sportkomplex, der nach dem Beben in ein Evakuierungszentrum umgewandelt wurde, aßen die drei Spitzenpolitiker Gurken, Tomaten und andere Produkte, um zu demonstrieren, dass die Lebensmittel sicher sind.
Wen und Lee waren die ersten ausländischen Spitzenpolitiker, die Fukushima seit der Nuklearkatastrophe besuchten. "China ist bereit, die Beschränkungen auf japanische Agrarprodukte und andere Produkte unter der Bedingung, dass Sicherheit gegeben ist, weiter zu lockern." Wen sprach vor der Presse in Natori, einer Stadt in Nordostjapan, die er ebenfalls besuchte und die durch den Tsunami schwer zerstört wurde.
Anschließend erklärte der japanische Handelsminister Banri Kaieda vor der Presse, sein chinesischer Amtskollege habe ebenfalls versichert, dass China offener für japanische Lebensmittelimporte werde. Natürlich werde man Kontrollen auf wissenschaftlicher Basis haben, aber man wolle die Lebensmittelimporte aus Japan erhöhen, zitierte er den chinesischen Handelsminister Chen Deming nach Gesprächen in Tokio. Zwar machen Japans Lebensmittelexporte nur einen Prozent aus, doch Japan ist sehr daran interessiert, dass die Beschränkungen gelockert werden, und zwar aus Angst davor, dass die Bedenken wegen der radioaktiven Strahlung andere Produkte beeinflussen könnten, gerade jetzt wo die Export-abhängige Wirtschaft zurück in die Rezession verfallen ist.
Wen vergab außerdem in einem Evakuierungszentrum Stoffpandas an Tsunami-Überlebende. Sein Trost wurde von den Evakuierten ganz anders aufgenommen als der Trost von Kan, den die Evakuierten beschimpften aus Frustration darüber, wie er die Katastrophe handhabt. Anschließend traf Wen die japanische Popgruppe SMAP in Tokio und lud sie zu Konzerten in China ein.
Der jährlich stattfindende Gipfel der drei führenden Volkwirtschaften in Asien soll sich auf die Kooperation bei der Katastrophenhilfe und die Nuklearsicherheit konzentrieren.
Quelle: Shanghai Daily
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