| Home | Aktuelles |
Multimedia |
Service |
Themenarchiv |
Community |
| Home>Fokus | Schriftgröße: klein mittel groß |
| 17. 06. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die verschärfte Kontrolle über den Immobilienmarkt angesichts einer wachsenden Spekulationsblase stellt Chinas Projektentwickler vor das Problem schrumpfender Kapitalketten. Rabatte für Endkunden zu gewähren ist nun das beste Mittel, Kapital anzuziehen, um liquide für neue Projekte zu bleiben. Branchenkenner prognostizieren daher einen Preisverfall.

Die Kapitalkettte der chinesischen Immobilienhändler schrumpfen immer noch, seit die Politik „zwei Beschränkungen“, also Beschränkung der Wohnungskäufe und Beschränkung der Wohnungskredite, eingeführt hat, was viele Spekulanten vom Immobilienmarkt vertreibt. Die unentbehrlichen Kapitalbedürfnisse der Entwickler werden davon auch direkt beeinflusst, denn der nunmehr sinkende Absatz unter den zuletzt stark hochspekulierten Preisen führt zur Verlangsamung der Anziehung von liquidem Kapital.
Einer Statistik der Regierung der Provinz Zhejiang zufolge erreichte der Umsatz vieler bekannter Immobilienunternehmen von Januar bis April weniger als 30 Prozent der diesjährigen Planzahlen. Branchenkenner sind sich darin einig, dass sich der Absatz auf dem chinesischen Immobilienmarkt in der zweiten Jahreshälfte weiter verschlechtern wird.
Die Banken heben nach den neuen Regelungen die Schwelle zur Vergabe von Darlehen, der eigentlich übliche Finanzierungskanal für die Immobilienbranche, weiterhin an. Es ist nun besonders schwer für kleine und mittelgroße Unternehmen, Darlehen von Banken für Bauprojekte gewährt zu bekommen. Darüber hinaus verschlechtertet der steigende Mindestreservesatz die Kapitalsituation der Finanzinstitute. Trotz hoher Zinsen leihen manche Unternehmen nun sogar Geld von Kredithaien.
Großer Wohnungsbestand. Die Wohnungspreise sind im allgemeinen von dem Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot abhängig. Zum 15. Juni 2011 beflief sich die Zahl der verkaufbaren Wohnungen in der Stadt Hangzhou bereits 52468 Einheiten. Einem Bericht des Immobilienunternehmens Hechuang zufolge betrug aber die Zahl der verkaufbaren Wohnungen in Hangzhou zum 31. Dezember 2010 nur 13603 Einheiten. Im Oktober 2007 belief sich die Zahl noch auf 3364 und Ende 2008 21191. Im Vergleich dazu stellt der jetzige Wohnungsbestand einen relativen Höhepunkt und ein Überangebot seit 2007 dar. Ein Sprecher von Hechuang sagte: „Legt man den durchschnittlichen Umsatz von 2007 bis 2009 zugrunde, wird der derzeitige Wohnungsbestand in Hangzhou in 4 bis 6 Jahren ausverkauft sein.“
Doch während das Wohnungsangebot weiter steigt, kann die Nachfrage damit nicht schritthalten. Darüber hinaus beeinträchtigen überhöhte Wohnungspreise und die strenge Kontrolle der Regierung den Absatz auf dem Immobilienmarkt.
Zhao Hangsheng, Professor an der Universität Zhejiang, analysierte: „Absätze mit Rabatten stellen die beste Methode dar. Wenn die Händler die Wohnungspreise sichtbar senken, werden wieder mehr Käufer Immobilien erwerben.“ Zhao erläuterte weiter: „Auf dem Immobilienmarkt herrschen noch unveränderliche Bedürfnisse. Das heißt, wenn die Preise ein bisschen sinken würden, könnte sich der Umsatz verdoppeln. Dabei würde das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ausgeglichen.“
Wieviel Rabatt ist realistisch? Cai Yang, Vizepräsident des Immobilienunternehmens Kunlun, machte eine klare Preisansage: „Rabatte von weniger als 20 Prozent wären eine unwirksame Absatzförderung. Vor dem Hintergrund der Verknappung der Geldmittel bleiben den Immobilienhändlern Rabatte als einziger Weg übrig, um flüssiges Kapital anzuziehen.“
Brancheninsider sehen allgemein eine moderatere Preissenkung um zehn bis maximal 15 Prozent. Auch sie meinen, niedrige Preise würden viele Konsumenten anziehen, und der zunehmende Umsatz würde das momentane Verhältnis von Überangebot und Nachfrage korrigieren. Sie hoffen aber, dass dementsprechend mittelfristig die Wohnungspreise wieder unterstützt werden können. Einen Rabatt von 20 Prozent halten sie momentan für das absoulte Maximum.
Quelle: german.china.org.cn
Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur
| Kommentar schreiben |
| Kommentare |
|
Keine Kommentare.
|
| mehr |