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| 17. 02. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Im Atlantik sind zwei mit Atomraketen bewaffnete U-Boote aus Großbritannien und Frankreich zusammengestoßen. Angeblich blieben die Reaktoren und Raketen mit mehrfachen Atomgefechtsköpfen an Bord sicher.

Das französische U-Boot "Le Triomphant"
Zwei mit Atomraketen bestückte U-Boote aus Großbritannien und Frankreich sind im Atlantik zusammengestoßen. Der Chef der britischen Marine, Admiral Jonathon Band, bestätigte am Montag Zeitungsberichte über eine Kollision vor einigen Tagen. Die Boote seien auf getrennten Patrouillen unterwegs gewesen, und Schäden an den Waffensystemen seien nicht entstanden, so die offizielle Version. Das französische Verteidigungsministerium bestätigte eine Kollision des U-Boots "Le Triomphant", das wie das britische Boot, die "HMS Vanguard", mit Atomkraft angetrieben wird.
Bisher wurde nichts darüber bekannt, ob die Atomanlagen an Bord beider Schiffe beschädigt wurden. "Die atomare Sicherheit war nicht beeinträchtigt", erklärte der britische Admiral Band. "Die U-Boote kamen bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten in Kontakt". Es habe keine Verletzten gegeben, so Band. In Paris hieß es, es seien Schäden an dem Teil des französischen Bootes entstanden, in dem die Sonaranlagen untergebracht sind. Die zwei U-Boote wurden bereits zum Hafen geschleppt, wo sie nun repariert werden.

Das britische U-Boot "HMS Vanguard"
16 Raketen mit 48 Atomgefechtsköpfen. Der Welt drohte ein "atomarer Albtraum", als die zwei U-Boote miteinander kollidierten, denn Medieninformationen zufolge sollen sie je 16 Raketen mit 48 Atomgefechtsköpfen getragen haben. Falls die Atomanlagen oder die Raketen an Bord schwer beeinträchtigt würden, könnte es zum schwersten militärischen Atomunfall in der menschlichen Geschichte kommen.
Sonarsystem ausgefallen? Laut der britischen Marine ist die Wahrscheinlichkeit einer Kollision von zwei U-Booten im gleichen Gewässer eins zu einer Million. Außerdem verfügen alle modernen U-Boote über ein Sonarsystem, das andere U-Boote erkennen kann. Dennoch erklärte ein Angerhöriger der Marine, die neuste Antisonar-Technik mache es möglich, dass zwei U-Boote sich gegenseitig nicht lokalisieren können.
Die britischen Medien vermuten, dass das Sonar der "HMS Vanguard" während einer Übung die "Le Triomphant" habe entdecken sollen. Die französischen Soldaten sagten ihrerseits, dass sie vor dem Unfall "nichts gehört oder gesehen haben".
Untersuchung. Zwar haben die britische und französische Seiten zunächst die Möglichkeit einer radioaktiven Ausströmung ausgeschlossen, die Medien berichteten jedoch, dass die zuständigen Behörden bereits Untersuchungen gestartet hätten. Ein hochrangige Offizier der Royal Navy sagte der Presse, dass ein eventueller Unfall unvorstellbare Folgen habe. Es könne dabei zu einer Atomexplosion, atomarer Ausströmung, zum Verlust der Atomgefechtsköpfe oder zu Opfern unter den Soldaten führen.
Quelle: Xinhua
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