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10. 09. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Religiöser Fanatiker entführt mexikanisches Flugzeug nach "Offenbarung"

Ein religiöser Fanatiker aus Bolivien entführt am Mittwoch ein mexikanisches Flugzeug kurz vor seiner Landung in Mexiko-Stadt. Grund war das Datum der Flugs, das er für eine auf den Kopf gestellte Zahl des Antichristen hielt.

Ein religiöser Fanatiker aus Bolivien entführt am Mittwoch ein mexikanisches Flugzeug kurz vor seiner Landung in Mexiko-Stadt. Grund war das Datum der Flugs, das er für eine auf den Kopf gestellte Zahl des Antichristen hielt.
"Der Pfarrer" Jose Flores

Der Entführer, der eine Bibel in der Hand trug, hielt die 103 Passagiere und Besatzungsmitglieder länger als eine Stunde auf der Rollbahn fest. Er benutzte eine Saftdose und gab an, dass sie eine Bombe sei. Maskierte Polizisten stürmten das Flugzeug und begleiteten nach einer kurzen Weile einige Männer in Handschellen aus der Maschine, ohne dass eine einzige Kugel abgefeuert wurde. Die Polizei gab später bekannt, dass der Entführer alleine gehandelt habe.

Der 44-jährige Täter Jose Flores behauptete, dass er den Aeromexico-Flug 576 nach einer göttlichen Offenbarung entführt habe. Seiner Überzeugung zufolge sei das Datum 9. 9. 09 eine auf den Kopf gestellte Zahl des Antichristen: 666. Nach der Festnahme durfte Flores ein Gespräch mit Journalisten am Flughafen führen. Dabei erklärte der Fanatiker, dass er die Kontrolle über das Flugzeug mittels einer Saftdose mit von ihm installierten kleinen Lichtern darauf übernahm. "Christus kommt bald zu uns", fügte er lächelnd hinzu.

Der mexikanische Sekretär für Öffentliche Sicherheit, Genaro Garcia Luna, gab weitere Details der Entführung bekannt: Als das Flugzeug den Landeanflug einleitete, stand Flores auf, zeigte einer Stewardess seine falsche Bombe und sagte, dass er und drei Partner das Flugzeug entführen würden. Flores gab später bei der Polizei an, dass seine drei Mittäter "der Vater, der Sohn und der Heilige Geist" seien. Der Fanatiker befahl anschließend dem Piloten, sieben Mal über Mexiko-Stadt zu kreisen, und forderte ein Gespräch mit dem mexikanischen Präsidenten Felipe Calderon, um ihn vor Erdbeben zu warnen.

Garcia Luna sagte weiter, dass Flores von Drogen abhängig sei. Er wurde in Bolivien wegen bewaffneten Raubüberfällen verurteilt und hat 17 Jahre in Mexiko gelebt. Flores bezeichnete sich selbst als Pfarrer im südlichen Staat Oaxaca, der zu Predigten nach Cancun ging.

Das Staatsanwaltsbüro Mexikos erklärte, dass eine Untersuchung wegen Terrorismus und Entführung bereits gestartet worden sei.

Quelle: China Daily

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