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12. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Versöhnung nach 91 Jahren: Merkel und Sarkozy feiern Waffenstillstand in Paris

Schlagwörter: Merkel,Sarkozy,Erster Weltkrieg

Zum ersten Mal seit Ende des Ersten Weltkrieges vor 91 Jahren haben ein deutsches und ein französisches Staatsoberhaupt gemeinsam in Paris den Tag des Waffenstillstandes gefeiert, der in Frankreich ein nationaler Feiertag ist.

"Die französisch-deutschen Beziehungen sind mit Blut besiegelt", sagte der französische Präsidenten Nicholas Sarkozy gestern unter dem Arc de Triomphe in Paris, wo sich das Grabmal des Unbekannten Soldaten befindet.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel legte gemeinsam mit Sarkozy einen Kranz an der Stelle nieder und entzündeten die immerwährende Flamme, die der Millionen Toten des Ersten Weltkrieges gedenkt, in dem sich beide Länder als Erzfeinde gegenübergestanden hatten.

"Diese kleine Flamme ist auch die Flamme der Hoffnung", sagte Sarkozy. Für Merkel nährt die Flamme der deutsch-französischen Freundschaft "auch anderswo in der Welt die Hoffnung, dass tiefe Gräben überbrückt und überwunden werden können". Man müsse lernen, über seine Geschichte hinauszuwachsen, mahnte Merkel. Dabei könne die Kraft der Versöhnung helfen.

Sarkozys Kranzniderlegung mit Merkel knüpft an die Geste von Präsident François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl und vor 25 Jahren an, als beide Staatsmänner Hand in Hand bei Verdun an die Toten der Weltkriege erinnerten.

Bundeskanzler Willy Brandt hatte 1970 in Warschau mit seinem weltberühmten Kniefall begonnen, die "Kraft der Versöhnung" zwischen ehemaligen Feinden zu entfesseln, die sich in allerdings in dem – ebenfalls von Deutschland ausgehenden – Zweiten Weltkrieg gegenübergestanden hatten.

Tatsächlich war der 11. November bisher in Frankreich ein Feiertag und war in Deutschland immer ein schwieriges Gedenken. Sarkozy will aus dem 11. November nun den "Tag der deutsch-französischen Aussöhnung" machen. Wenige Tage zuvor war Sarkozy in Berlin von Merkel zur gemeinsamen Feier des 20. Jahrestags der deutschen Wiedervereinigung begrüßt worden.

Quelle: Shanghai Daily

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