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23. 02. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Kompromiss: Lufthansa-Pilotenstreik wird vorläufig ausgesetzt

Piloten des deutschen Konzerns Lufthansa haben ihre Zustimmung gegeben, den Streik vorläufig auszusetzen und Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und dem Unternehmen sofort starten zu lassen. Dies bestätigte ein deutsches Arbeitsgericht am Montag.

Piloten des deutschen Konzerns Lufthansa haben ihre Zustimmung gegeben, den Streik vorläufig auszusetzen und Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und dem Unternehmen sofort starten zu lassen. Dies bestätigte ein deutsches Arbeitsgericht am Montag.

Unter Zuhilfenahme eines Arbeitgerichts einigte sich die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mit der Lufthansa AG, den Streik mit sofortiger Wirkung bis zum 8. März zu stoppen. Nach erfolglosen Gesprächen hatten Lufthansa-Piloten am Montag den Beginn eines viertägigen Streiks bekannt gegeben. Über 900 Passagier- und Cargo-Flüge und rund 10.000 Menschen weltweit waren betroffen. Bis heute sind 20 Flüge nach chinesischen Städten Beijing, Shanghai und Hongkong ebenfalls ausgefallen.

Nach Beginn des Streiks forderte der Airline-Gigant dringlich eine gerichtliche Verfügung, um den Arbeitskampf der Piloten zu untersagen. Es habe nicht nur das öffentliche Interesse gewaltig beeinträchtigt, sondern würde dem Unternehmen Verluste von 25 Millionen Euro pro Tag verursachen, begründete Lufthansa beim Gericht.

Deutschlands Verkehrsminister Peter Ramsauer wies daraufhin, dass jeder Pilotenstreik die wirtschaftliche Erholung des Landes gravierend beeinträchtigen würde, die in der Gegenwart noch fragil sei. Der deutsche Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt hielt den Streik für „einen falschen Weg“ und forderte beide Parteien auf, zu Verhandlungen zurückzukehren und sich auf Kompromisse zu einigen.

Dem Streik vorausgehenden Berichten zufolge plant Lufthansa, seine Kosten noch vor 2011 um eine Million Euro abzubauen. Entlassungen von Personal sind als die möglichste Methode zu erwarten, um dieses Ziel zu realisieren. Thomas Sturm, ein Gewerkschaftsleiter, erklärte, dass die Piloten keine Wahl gehabt hätten. "Das ist keine gute Zeit ... wir können allerdings nicht einfach tatenlos zusehen, wie Lufthansa Arbeitsplätze abschafft."

Quelle: Xinhua

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