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23. 07. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Iran will den entführten Wissenschaftler verfilmen

Ein iranischer Atomwissenschaftler, der vergangene Woche aus den USA zurückkehrte, hat laut einem Bericht einer halboffiziellen Nachrichtenagentur wertvolle Informationen über den CIA gesammelt. Daraus soll nun ein Fernsehfilm entstehen.

Ein iranischer Atomwissenschaftler, der vergangene Woche aus den USA zurückkehrte, hat laut einem Bericht einer halboffiziellen Nachrichtenagentur wertvolle Informationen über den CIA gesammelt. Daraus soll nun ein Fernsehfilm entstehen.

Die amerikanischen Behörden gaben an, dass Shahram Amiri freiwillig in die USA übergelaufen sei, doch dann seine Meinung geändert habe und wieder in den Iran zurückgekehrt sei. Die 5 Millionen US-Dollar, die er für seine "bedeutenden" Informationen über das umstrittene iranische Atomprogramm bezahlt bekam, ließ er zurück.

Die Fars Nachrichtenagentur, welche der mächtigen Revolutionsguarde nahe steht, zeichnet nun eine andere Version der Geschichte. Sie zitierte eine unbekannte Quelle mit der Aussage, dass iranische Geheimagenten mit Amiri während seines US-Aufenthalts in Kontakt standen und dass sie eine Geheimdienstschlacht gegen die USA gewonnen hätten. Der Iran stellte die Rückkehr von Amiri als einen Schlag gegen den US-Geheimdienst dar, welcher demnach verzweifelt nach Insider-Informationen über das iranische Atomprogramm sucht.

"Dies war ein Kampf zwischen der CIA und unserem Geheimdienst, den wir entworfen und geleitet haben", ließ sich die Quelle zitieren. "Wir haben uns in diesem Kampf mehrere Ziele gesteckt und sie, dank der Gnade Gottes, alle erreicht, ohne dass unser Rivale auch nur einen einzigen wahren Sieg erzielen konnte." Amiri gibt an, dass er im Mai 2009 von amerikanischen Agenten auf einer Pilgerreise zu heiligen Stätten in Saudi-Arabien entführt worden war.

Der Bericht behauptete weiter, dass Amiri benutzt worden war, um herauszufinden, wie viele Informationen die USA bereits über das iranische Atomprogramm gesammelt haben, von dem die USA glauben, dass es der Produktion von Waffen dient. Der Iran betont hingegen, dass seine nuklearen Ambitionen nur der Energieproduktion und anderen friedlichen Zwecken dienen.

"Wir versuchten gute Informationen aus dem Innern der CIA zu bekommen. Als Amiri noch in den USA war, gelang es uns, mit ihm anfangs 2010 Kontakt aufzunehmen. Auf diese Weise gelangten wir an äußerst wertvolle Daten", sagte die Quelle weiter. Zudem habe er weitere Informationen übermitteln können, nachdem er vergangene Woche in den Iran zurückkehrte. "Der iranische Geheimdienst besitzt nun wertvolle Details aus dem Innern der CIA. Dies ist ein großer Sieg."

Um ihre Behauptungen zu belegen, nannte die Quelle zwei Autonummernschilder, welche von der CIA in Virginia benutzt werden. Sie gab zudem an, dass einige CIA-Büros, Mitarbeiter und Kontakte identifiziert werden konnten.

Ein US-Beamter, der mit dem Fall Amiri betraut ist, wies die Behauptung zurück, dass die Hinweise, welche der Iran bekommen habe, dem Wert der Informationen entsprechen, welche die USA von dem Wissenschaftler bekommen habe. "Die USA erhielten einen Einblick in das iranische Atomprogramm. Die Iraner hingegen haben nur ein paar Autonummern ergattert", sagte er.

Fars berichtete zudem, dass eine iranische Filmgesellschaft, die mit dem iranischen Staatsfernsehen verbunden ist, den Fall Amiri zu verfilmen plant. Amir Hossein Ashtianipour, Direktor der Produktionsfirma Sima Film, wurde mit der Aussage zitiert, dass bereits eine Gruppe von jungen Autoren damit beauftragt worden sei, das Drehbuch zu schreiben.

Quelle: China Daily

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