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| 10. 08. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Ein Russe ist bei der Teilnahme an den Sauna-Weltmeisterschaften gestorben, nachdem er in der letzten Stufe des Wettbewerbs mit schweren Verbrennungen kollabiert war. Bei dem Wettbewerb müssen die Mitstreiter in einem 110 Grad Celsius heißen Raum sitzen.

Ein Russe ist beim Versuch, die Sauna-Weltmeisterschaften zu gewinnen, gestorben, nachdem er mit schweren Verbrennungen in der letzten Stufe des Wettbewerbs, bei dem die Mitstreiter in einem 110 Grad Celsius heißen Raum sitzen müssen, während Wasser auf einen glühend heißen Herd gegossen wird, kollabiert war, wie Beamte und Zeugen angaben. Vladimir Ladyzhenskiy, Amateur-Ringkämpfer in seinen 60er Jahren, wurde am Samstagabend für tot erklärt, nachdem er neben dem derzeitigen Weltrekordhalter Timo Kaukonen aus Finnland rund sechs Minuten nach Beginn der letzten Runde kollabiert war.
Knapp tausend Zuschauer waren in der finnischen Stadt Heinola zusammengetroffen, um 130 Mitstreiter aus 15 Ländern bei dem Wettbewerb mit wehenden Flaggen und Ermutigungsrufen anzufeuern, bevor medizinisches Personal den zitternden und blutenden Mann aus der Sauna trug. Videomaterial zeigt, wie das Medizinerpersonal kaltes Wasser über die beiden Männer schüttet und erste Hilfe leistet, als die Organisatoren versuchen, die Zuschauer ruhig zu halten. Die Männer bluteten wegen offenbar schwerer Verbrennungen, so Hakon Eikesdal, ein Fotograf der norwegischen Tageszeitung Dagbladet.
Ladyzhenskiy leitete einen Wohltätigkeitsfond in der sibirischen Stadt Novosibirsk. Der Sprecher des Fonds, Konstantin Kruglyansky, erklärte gegenüber LifeNews Daily, dass seine Familie eine Untersuchung über seinen Tod fordere. Kaukonen, um die 40 Jahre alt, sei in stabilem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert worden, so der Sprecher des Wettbewerbs, Ossi Arvela.
Der Wettbewerb wird seit 1999 jährlich ausgetragen. Er werde nicht mehr stattfinden, so Arvela. Bei dem Wettbewerb wird alle 30 Sekunden ein halber Liter Wasser auf den Herd gegossen, und die letzte Person, die in der Sauna bleibt, gewinnt. Es gebe nur "einige kleine Dinge" als Preise, so Arvela. Er wollte keine Details nennen.
Eikesdal gab an, dass Kaukonen – der derzeitige Weltrekordhalter – die Sauna nicht hätte verlassen wollen, obwohl er krank geworden sei, und dass die Organisatoren den Mann aus der Sauna hätten herauszwingen müssen.
Saunabaden ist ein beliebter Zeitvertreib in den nordischen Ländern und Russland, vor allem aber in Finnland, ein Land, in dem es schätzungsweise 1,6 Millionen Saunas für eine Bevölkerung von fünf Millionen Menschen gibt. Die Temperaturen werden normalerweise um 70 bis 80 Grad Celsius gehalten.
"Ich weiß, dass viele Leute außerhalb Finnlands das nicht verstehen können, die die Gewohnheit des Saunabadens nicht kennen", so Arvela. "Es ist nicht so ungewöhnlich, 110 Grad in einer Sauna zu haben. Viele Mitstreiter haben zuvor bei dem Wettbewerb in noch höheren Temperaturen gesessen." Die Polizei erklärte, sie untersuche den Todesfall.
Quelle: Xinhua
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