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| 20. 05. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Einer von drei Unistudenten in der deutschen Hauptstadt hält Sexarbeit für ein Mittel, mit dem man sein Studentendasein finanzieren kann, ergab eine Umfrage des Berlin Studies Center am Mittwoch.
In drei europäischen Städten wurden Studenten befragt. Die Zahl derer, die zustimmten, lag in Berlin, wo Prostitution legal ist, höher als bei befragten Studenten in Paris (29,2 Prozent) und in Kiev (18,5 Prozent).
Die Umfrage ergab, dass etwa vier Prozent der 3.200 befragten, in Berlin Studierenden sagten, sie hätten bereits irgendeine Form von Sexarbeit gemacht, wozu Prostitution, erotisches Tanzen und Internetshows gehören.
Die Ergebnisse erstaunten die Autoren der Studie. Sie gaben an, die Umfrage gestartet zu haben, weil oft über Studentenprostitution berichtet werde, aber man bisher kaum etwas darüber im Zusammenhang mit Bildungspolitik wüsste.
"Der Hauptanreiz solcher Studenten, die es mit Prostitution versuchen, war das lukrative Einkommen, insbesondere wegen der hohen Stundenlöhne", teilte Eva Blumenschein (26), eine der Autoren der Umfrage und Studentin an der Humboldt-Universität, der Nachrichtenagentur Reuters mit.
Blumenschein glaubt, dass die jüngsten Bildungsreformen, die auf eine Verkürzung der Studienzeiten an den Hochschulen abzielten, eine Rolle dabei spielen könnte, dass sich manche nach Jobs als Sexarbeiter umzusehen.
"Weil die Bildungsreformen die Arbeitsbelastung für Studenten erhöht haben, ist es schon möglich, dass sie weniger Zeit zum Geldverdienen haben", sagte sie. "Gepaart mit höheren Studiengebühren führte das, in diesem Beispiel, in die Prostitution."
Etwa ein Drittel von den vier Prozent Studenten, die in der Sexindustrie arbeiteten, wären verschuldet, stellte sich bei der Umfrage heraus.
Dem standen 18 Prozent der befragten Studenten mit Schulden gegenüber, die sagten, sie würden Sexarbeit in Betracht ziehen.
Quelle: Shanghai Daily
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