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15. 07. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Nach Aus für NASA-Raumfähren konkurrieren Private um Weltraum

Schlagwörter: NASA ISS Raumschiff

Privatfirmen liefern sich, mithilfe von Geldern und der Expertise der NASA in bemannten Raumflügen, ein Wettrennen dabei, das erste Unternehmen zu sein, dass eine Raumkapsel baut, um die pensionierten US-Raumfähren in den nächsten Jahen zu ersetzen.

Nur Tage, nachdem die "Atlantis" ihre letzte Mission und damit das 30-jährige US-Shuttle-Programm beendete, setzt die NASA nun ihre Hoffnungen auf die kommerzielle Industrie, um das nächste Low-Budget-Vehikel zu bauen, das Astronauten in niedrige Erdumlaufbahnen katapultiert. "Wir sind in Begriff, 50 Jahre NASA-Erfahrung aus der bemannten Raumfahrt an den privaten Sektor zu transferieren", sagte Phil McAlister, ausführender Direktor der kommerziellen Raumflugentwicklung bei der NASA.

Angesichts wachsender Kritik in Ermangelung eines Shuttle-Nachfolgers besteht die US-Raumfahrtbehörde darauf, sie sei darauf fokussiert, ein Vehikel für die Tiefen des Weltraums zu entwickeln, während es "Partnerschaften" mit dem Privatsektor eingehe, um ein Raumschiff verfügbar zu machen, dass Astronauten zu altbekannten Destinationen wie der Internationalen Raumstation (ISS) bringen kann. "Wir sorgen für finanzielle Ressourcen, sodass wir in diese System investieren können, und wir helfen ihnen auch technisch", sagte McAlister.

Etwas früher in diesem Jahr verteilte die US-Raumfahrtbehörde fast 270 Millionen US-Dollar als Projektkapital an vier Firmen – Boeing, SpaceX, Sierra Nevada und Blue Origin – um ihre Angeboten, die ersten privaten in der neuen Ära der Raumfahrt zu sein, einen gewissen Schub zu verleihen.

Gegen Mitte des Jahrzehnts hofft die NASA mehr als nur eine Option auf dem Tisch zu haben, mit der man US-Astronauten im Orbit liften kann. Die NASA strebt einen Raumfahrplan an, wonach insgesamt acht Astronauten, jeweils vier an Bord von zwei Flügen pro Jahr, zur ISS abheben.

Der Konzern Boeing, der an dem Raumfahrzeug CTS-100 arbeitet, sowie SpaceX mit seiner Dragon-Kapsel sagen, sie seien bereit für die Herausforderung.

"Wir haben ein machbares Programm in der Schublade, dass seine Testflüge im Jahr 2014 durchführen und 2015 bereit sein wird, Crews in den Orbit zu bringen", sagte John Elbon, Vizepräsident und Programm-Manager für kommerzielle Crews bei Boeing.

"Klar, es wird davon abhängigen, welche Geldmittel wir zwischen jetzt und 2015 (von der NASA) bekommen", sagte er. Er pries Boeings lange Geschichte beim Bau von Raumfahrzeugen, darunter die ersten bemannten Raumkapseln Mercury und Gemini sowie Apollo, die Menschen zum Mond brachte.

Auch der Weltraumtourismus könnte sich als lukratives Nebengeschäft erweisen, sagte er. Eine Firma namens Bigelow aerospace arbeitet bereits an einem Raumwohnmodul, dass für

kurzfristige Forschungsprojekte an Länder ohne eigenes Raumfahrtprogram vermietet werden könnte.

Elbon lehnte es ab, die Kosten pro Sitzplatz zu umreißen, sagte jedoch, es würde sicher günstiger werden als etwa 51 Millionen Dollar per Ticket – das, was es gegenwärtig koste, einen Astronauten zur ISS mit einer russischen Soyus-Kapsel zu schicken.

Quelle: Global Times

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