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08. 11. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Eng und stickig: Das Versteck von Muammar Gaddafi

Schlagwörter: Gaddafi Sirte

Vor kurzem haben Journalisten der chinesischen Guangzhou Daily den Ort in der libyschen Stadt Sirte besichtigt, wo Ex-Machthaber Muammar Gaddafi festgenommen und getötet wurde. Die verstreuten Gegenstände vermitteln Eindrücke der letzten Momente Gaddafis.

Die Journalisten fanden vor allem sehr viele Antibiotika, die bei der dringlichen Behandlung von Schusswunden verwendet werden. Zudem gab es auch Tabletten gegen Magenschmerzen. Laut einem ebenfalls festgenommenen Leibwächter konnte Gaddafi bereits Wochen vor seinem Tod nur noch Speisereste essen.

Vor Ort gibt es viele alltägliche Bedarfsartikel wie Kochtöpfe, Schüsseln, Unterwäsche, Zahnpasta und Shampoo. Man nimmt an, dass sich Gaddafi und seine Anhänger auf eine Flucht in die Wüste vorbereitet hatten. Überraschenderweise haben die chinesischen Journalisten auch Frauenkleidung entdeckt. Medienberichten zufolge seien die weiblichen Mitglieder der Gaddafi-Familie aber zuvor bereits in die Nachbarländer entflohen. Es gab auch keine Meldungen über Leibwächterinnen, die den Ex-Machthaber auf seiner Flucht begleitet hätten. Die Kleidung könnte deswegen von Gaddafi dazu verwendet worden sein, sich als Frau zu verkleiden, um von seinen Verfolgern nicht so leicht endeckt zu werden.

Die Bilder von dem "Loch", in dem Gaddafi festgenommen wurde, sind heute weltweit bekannt. Die chinesischen Besucher haben das besagte Betonloch in Sirte ebenfalls besichtigt. Es handelt sich eigentlich um ein Rohr, das als eine Abflussöffnung unter einer Autobahn funktioniert. Das Rohr ist bloß zehn Meter lang und hat einen Durchmesser von weniger als einem Meter. Die Journalisten zwängten sich auch in das Versteck und fanden es sehr eng und stickig. Es war ebenso dramatisch wie peinlich, dass der ehemalige "König der Wüste" die letzten Momente seines Lebens hier verbringen musste.

Auf die Innenseite des Rohrs wurden viele Slogans geschrieben, wie zum Beispiel: "Hier wurde Gaddafi festgenommen". Viele Libyer kommen hierher, um Fotos zu machen. Medienberichten zufolge werde hier künftig ein Museum gebaut werden.

Quelle: german.china.org.cn

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