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27. 01. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Merkel fordert in Europa “noch größere Veränderungen”

Schlagwörter: Merkel EU Euro

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte am Mittwoch "noch größere Veränderungen", um die Krise in der Eurozone zu überwinden. Gleichzeitig warnte sie davor, den Euro-Staaten, die an ihrer Überschuldung gescheitert sind, eine zu große Last abzunehmen. Damit würde man der Zukunft der Euro-Währung einen "Bärendienst" erweisen.

Merkel, die sich mit ihrer Hartnäckigkeit, mit der sie von anderen Euro-Mitgliedsländern eine strenge haushaltspolitische Stringenz forderte, ins Rampenlicht der Kontroverse manövrierte, machte diese Bemerkung in einem gemeinsamen Interview von sechs führenden europäischen Zeitungen.

Die Spitzenpolitikerin forderte im Gespräch alle Beteiligten auf, große Bemühungen zu unternehmen und eine "sehr, sehr starke Veränderung" zu realisieren. "Wenn wir aufhören, diese Bemühungen voranzutreiben und einfach nur nett zueinander sind, dann ersticken wir alle Initiativen zur Reform. Das könnte ein Bärendienst für Europa sein", sagte Merkel. Es sei sinnlos, mehr Geld zu versprechen, ohne die Ursachen der Krise anzugehen.

Die deutsche Kanzlerin warnte auch, dass Deutschland selbst aufpassen muss, um sich nicht zu überheben, da der Druck durch die finanzielle Unterstützung und die Rettungspakete weiter steigt. "Schließlich haben wir keine unendlichen Kapazitäten. Es würde weder uns noch der EU als Ganzes helfen, wenn wir uns überlasten", sagte sie.

Quelle: Xinhua

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