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| 28. 04. 2012 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Am Donnerstag begann ein Prozess gegen zwei chinesische IT-Unternehmen. Sie werden von Microsoft beschuldigt, raubkopierte Software des amerikanischen Konzerns in ihren Büros eingesetzt zu haben. Das US-Unternehmen will mindestens 10 Millionen Yuan (1,59 Millionen US-Dollar) Schadensersatz.

Microsoft beschuldigt die Beijinger Ming Wan Zhi Da Technology Co., Ltd. und die Ming Wan Information Technology Co., Ltd., die zusammen zwei Webseiten betreiben und E-Commerce-Lösungen für kleinere und mittlere Unternehmen anbieten, illegale Software auf ihren Bürorechnern installiert zu haben. Laut einem Anwalt, der Microsoft in dem Fall vertritt, handelt es sich dabei um raubkopierte Versionen von Microsoft Windows, Microsoft Office, Microsoft Visual Studio und weiteren Softwarepaketen des amerikanischen Unternehmens.
Die beiden IT-Unternehmen haben ihren Sitz in Beijing und betreiben Niederlassungen im ganzen Land.
In die Schadensersatzforderungen von 10 Millionen Yuan, die Microsoft verlangt, fließen auch wirtschaftliche Verluste ein, die das Unternehmen in Zusammenhang mit dem Fall errechnet hat. Die Forderungen wurden allerdings von den Anwälten der Verteidigung vehement zurückgewiesen, die dem Kläger falsche Berechnungen vorwarfen, sagte ein Gerichtsbeamter.
Microsoft verlangte laut einem Anwalt darüber hinaus, dass die beiden Unternehmen eine Stellungnahme in der wichtigsten Zeitung des Landes abdrucken lassen, in der sie sich entschuldigen.
Der Richter am Beijinger Gerichtshof Nr. 2 erklärte, dass das Gericht noch eine zweite Anhörung in dem Fall ansetzen müsse, da sich die Schätzung der wirtschaftlichen Verluste der beiden Seiten so stark unterschieden.
Chinesische Behörden haben in den letzten Jahren damit begonnen, den wuchernden Einsatz geklauter Software zu bekämpfen. Behörden auf allen Regierungsebenen sollen bis Ende 2012 lizenzierte Software einsetzen.
In den Ministerien der Zentralregierung wird bereits lizenzierte Software eingesetzt und im Laufe des Jahres 2012 sollen Kommunalbehörden folgen, sagte ein Beamter des Handelsministeriums im Dezember letzten Jahres.
Viele Unternehmen in China haben jetzt damit begonnen, Raubkopien aus ihren Büros zu verbannen, da sie Angst vor den zunehmenden Klagen über geistiges Eigentum haben.
Quelle: Xinhua
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