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29. 06. 2015 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Besuch des chinesischen Premierministers soll Beziehungen mit der EU stärken

Schlagwörter: Premierministers Li Keqiang EU

Sowohl der Besuch des chinesischen Premierministers Li Keqiang in Brüssel wie auch seine Anwesenheit beim Treffen der Staatschefs der EU und China werden voraussichtlich die Beziehungen zwischen China und Europa stärken.

Vom 28. Juni bis zum 2. Juli wird Li zunächst in Belgien verweilen und anschließend dem 17. Treffen der Staatschefs der EU und China in Brüssel beiwohnen – dem ersten derartigen Treffen seit dem jüngsten Wechsel in der EU-Führung. Anschließend wird er im Rahmen seiner offiziellen Frankreichvisite den Hauptsitz der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Paris wie auch die Städte Marseille und Toulouse besuchen.

"Dieser Besuch wird einen neuen Sprung vorwärts in der Entwicklung der Beziehungen zwischen China und der EU einleiten. Davon werden beide Völker profitieren", sagte der chinesische Vize-Handelsminister Wang Shouwen im Vorfeld des Besuchs.

In Brüssel wird Li Kooperationen zwischen China und der EU sowie internationale und regionale Fragen besprechen. Seine Gesprächspartner sind Donald Tust, Präsident des Europarats, Jean-Claude Juncker, Präsident der Europakommission und Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments. Ebenfalls wird er auf der Eröffnungszeremonie des China-EU-Geschäftsgipfels eine Rede halten und einem Forum zur Urbanisierung beiwohnen.

Wenige Tage vor seinem Europabesuch sagte Li zum belgischen König Philippe in Beijing, dass China den europäischen Integrationsprozess unterstütze und sich freue, ein wohlhabendes Europa, eine geeinte EU und einen starken Euro zu sehen.

Während Lis Besuch werden China und die EU die Prioritäten für künftige Kooperationen festlegen, ein Statement zum Klimawandel verlesen und mehrere Kooperationen beim Schutz der Urheberrechte, im Zollwesen und der technischen Innovation abschließen, wie es von Seiten des chinesischen Außenministeriums hieß.

Die EU ist seit elf Jahren der wichtigste Handelspartner von China, während China seit zwölf Jahren der zweitwichtigste Partner der EU ist. Das bilaterale Handelsvolumen übertraf im vergangenen Jahr 600 Milliarden US-Dollar.

Shada Islam, politischer Leiter beim Thinktank Friends of Europe, sagte gegenüber Xinhua, dass China und die EU bei der digitalen Wirtschaft Synergien nutzen könnten, die beiden Seiten die Möglichkeit böte, im Rahmen der "Gürtel- und Straßeninitiative" zusammenzuarbeiten.

Der Initiative Wirtschaftsgürtel Seidenstraße und die Initiative Maritime Seidenstraße des 21. Jahrhunderts, die der chinesische Präsident Xi Jinping 2013 ins Leben gerufen hatte und die später als Gürtel- und Straßeninitiative zusammengefasst wurden, haben das Ziel, die alten Handelsrouten zwischen Asien und Europa wiederzubeleben.

"China und die EU sind globale Partner, die sich gegenseitig stärken, und keine Konkurrenten, die sich gegenseitig ausschließen", sagte Botschafter Yang Yanyi, Leiter der chinesischen Mission in der EU. Der bilaterale Handel sei von 2,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 1975 auf heute 615 Milliarden Dollar gestiegen.

China misst auch den Beziehungen mit Belgien, wo sich der Hauptsitz der EU befindet, eine große Bedeutung bei. Das chinesische Außenministerium sagte, dass China und Belgien nach einem Treffen zwischen Li und dem belgischen Premierminister Charles Michel Kooperationsübereinkünfte in den Bereichen Finanzwesen, Telekommunikation, Technologie und Bildung unterzeichnen werden. Dies wird das erste Treffen der beiden Regierungschefs sein, seit im vergangenen Oktober eine neue Regierung in Belgien das Amt übernommen hatte.

Bei seinem Treffen mit König Philippe in Beijing schlug Li vor, Chinas Vorteile bei der Fertigung mit Belgiens fortschrittlicher Technik zu kombinieren und gemeinsam neue Märkte zu erschließen.

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Quelle: german.china.org.cn

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