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| 07. 09. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |

Das zweitbeste ausländische Restaurant: Das Moscow
Viele Ausländer zeigten sich über eine Liste mit den 20 angeblich besten ausländischen Restaurants verwirrt, welche die Beijinger Vereinigung für westliches Essen am Samstag veröffentlich hatte.
Auf der Liste tauchten fast keine zeitgenössische Restaurants auf, welche Ausländer bei Umfragen selbst wählen würden, sondern 20 Namen wie das Moscow Restaurant, das Weilan Restaurant und Der Landgraf. "Wir sind der Meinung, dass diese 20 Restaurants die ausländische Küche, die Beijing anzubieten hat, am besten repräsentieren", sagte Xu Meng, Generalsekretär der Vereinigung, am Sonntag.
Tom O'Malley, der beim Expat-Magazins The Beijinger als Redakteur für die Rubrik Essen zuständig ist, stellte hingegen fest, dass die gewählten Restaurants von Ausländern kaum je beachtet werden..
"Sie sind weit davon entfernt, als die besten in der Stadt zu gelten", sagte er weiter. Sein Magazin lässt jedes Jahr eine beträchtliche Zahl seiner Leser über das beste ausländische Restaurant abstimmen. Mit Ausnahme der koreanischen Grillkette Hannashan schaffte es keiner der Gewinner auf die Liste der Vereinigung
Gemäß der offiziellen Webseite der Beijinger Vereinigung für westliches Essen, die nur in Chinesischer Sprache zugänglich ist, waren die 20 Restaurants auf Grund von vier Kriterien ausgewählt worden: Qualifikation, Management, Service und Essensqualität. Etwas, was den drei besten Restaurants gemein ist: Sie haben alle eine lange Geschichte. Das in den 1950er-Jahren gegründete Moscow Restaurant war die erste Gaststätte Beijings, die ausländisches Essen anbot. Das Weilan Restaurant ist das erste ausländische Restaurants im Privatbesitz. Es wurde 1981 von Zheng Weizhi eröffnet, der für Botschafter gekocht hatte, bevor er sein eigenes Restaurant eröffnete. "Wir haben hier jede Menge Geschichte", sagte Xu Tong, Manager von Weilan. "Einige unserer Kunden kommen seit ihrer Kindheit hierher."
O'Malley sieht das anders. Seiner Meinung nach bevorzugen Expats eher etwas, das im Trend ist. "Sie sind selbst kein Teil dieser Geschichte."
Die Beijinger Vereinigung für westliches Essen ist eine Organisation von Managern. Chefkochs und Restaurantbesitzer. Sie hat rund 200 Mitglieder, darunter auch die meisten Besitzer der nominierten Restaurants, wie Xu Meng zugibt. Unter den Mitgliedern gibt es zwar ein paar Ausländer wie etwa der deutsche Besitzer des Landgrafen. Doch die meisten sind Chinesen. Auf die Frage wieso Restaurants, wie das Salt oder das Maison Boulud à Pékin, die normalerweise von Expats sehr gut gewertet werden, es nicht auf die Liste schafften, sagte Xu: "Die sind auch sehr gut. Wir werden sie im nächsten Jahr berücksichtigen."
Quelle: Global Times
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