Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>Reise Schriftgröße: klein mittel groß
23. 03. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Mönlam in Tibet: Ein Gebet für den Frieden

Schlagwörter: Tibet, Mönlam, Buddhismus, Frieden, Erdbeben, Japan

Das Mönlam, oder das Große Gebet, ist eines der wichtigsten Feste im tibetischen Buddhismus. Massen an Buddhisten kamen am Samstag zum Jokhang-Tempel in Lhasa zum Mönlam. Am letzten Tag des achttägigen Fests versammelten sich Mönche zum Gebet und zur Ausführung religiöser Rituale.

A prayer for peace

Mönche sprechen im Sera-Kloster in Lhasa Sutren zur Feier des Mönlam, eines der größten Feste im tibetischen Buddhismus (19. März 2010). [Fotos von Wang Jing / China Daily]

Das Mönlam, oder das Große Gebet, ist eines der wichtigsten Feste im tibetischen Buddhismus. Massen an Buddhisten kamen am Samstag zum Jokhang-Tempel in Lhasa zum Mönlam. Am letzten Tag des achttägigen Fests versammelten sich Mönche zum Gebet und zur Ausführung religiöser Rituale. Anhänger des tibetischen Buddhismus kamen vom frühen Morgen in Scharen in den Tempel, bevor das Sprechen der Sutren um 17 Uhr begann.

Die 30-jährige Tsamjo, eine Bewohnerin von Lhasa, war eine derjenigen, die früh ankamen, um nichts zu verpassen. "Wir haben heute schon rund 20.000 Leute empfangen", so ein Tempelarbeiter gegenüber China Daily eine Stunde vor Beginn der Zeremonie. Nach der Huldigung Buddhas in der Haupthalle gab Tsamjo Opfergaben und schrieb Gebete nieder. "Ich bete für den Weltfrieden und wünsche den Opfern der Erdbeben in der chinesischen Provinz Yunnan und in Nordostjapan Segnung", erklärte sie gegenüber Tongmay, einem jungen Mönchen, der die Gebete der Gläubigen niederschrieb. Die Gebete und die Namen der Gläubigen werden auf einem riesigem Papier niedergeschrieben, das anschließend in die Haupthalle gebracht wird, wo das Sprechen der Sutren stattfindet.

Aufwändige Butterskulpturen sind ein Höhepunkt des Mönlam.
Alle 104 Mönche des Tempels sind für die Zeremonien anwesend. Während sie im Sprechchor beten, gehen die Gläubigen in der Haupthalle im Uhrzeigersinn im Kreis und huldigen Buddha. "Ich habe noch kein einziges Mönlam ausgelassen", erzählt Nyida Drolma, 63, die den Jokhang-Tempel schon unzählige Male besucht hat. "Das Mönlam wird als eine Zeit des Glücks angesehen und hat eine besondere Bedeutung für uns." Sie ist nach Lhasa mit dem Bus von ihrer Heimat, dem 50 Kilometer entfernten Kreis Quxu, hergekommen. Mit einer Flasche geschmolzener Butter in ihrer Hand – ihre Gabe an den Tempel – erklärt sie, sie werde die Butter in die Lampe vor der goldenen Statue von Sakyamuni gießen.

Riesige Butterskulpturen, ein Höhepunkt des Fests, wurden vor der Haupthalle des Jokhang-Tempels ausgestellt. Ähnliche Zeremonien wurden auch in den Klöstern Sera und Drepung in Tibet abgehalten. Andere Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Fest waren unter anderem Diskussionen über die buddhistische Doktrin und eine Prüfung für das Geshe, ein Doktorgrad in der buddhistischen Theologie.

1   2   3   4   vorwärts  


Quelle: China Daily

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr