Archäologen entdecken in Hubei 131 hängende Särge
Eine große Gruppe von hängenden Särgen wurde in der zentralchinesischen Provinz Hubei gefunden. Die Holzsärge befinden sich auf halber Höhe zwischen den Felsen in künstlichen Höhlen und sollen über tausend Jahre alt sein.
Die 131 hängenden Särge, die auf einer Klippe beim Dorf Yanglinqiao im Landkreis Zigui gefunden wurden, sind laut ersten archäologischen Untersuchungen etwa 1200 Jahre alt. Sie befinden sich im Inneren von künstlichen Höhlen, die Einheimische als "Höhle der Feen" bezeichnen, weil sie etwa 100 Meter hoch über dem Boden liegen. Errichtet wurden sie während der Tang-Dynastie von der ethnischen Gruppe der Bo-Menschen.
Eine Beisetzung in Felshöhlen war früher eine in Südchina weit verbreitet Art der Beerdigung. Die Menschen glaubten, dass hängenden Särge verhindern, dass die Leichen von Tieren gefressen werden. Das würde die Seelen der Verstorbenen für immer segnen.
Die Särge stellen ein wichtiges kulturelles Erbe dar, sind aber für die Forschung auch ein Rätsel. So ist beispielsweise nicht klar, wie die schweren Holzkisten zusammen mit den vielen Opferobjekten auf die Klippen transportiert werden konnten. Ein Teil der Särge war in den 1960er- und 70er-Jahren von den Dorfbewohnern als Brennholz benutzt worden.
Laut Yu Bo, Leiter des Büros für kulturelle Relikte in Zigui, seien die Klippen auf die Liste des kulturellen Erbes gesetzt worden. Damit stehen sie unter Schutz und die ersten Reparaturen sind bereits im Gange.












