Erwischt! – Unternehmen verkaufen Fastfood-Abfälle als Schweinefutter
Zwei auf die Abholung und Behandlung von Küchenabfällen spezialisierte Unternehmen aus Shanghai haben für einen handfesten Skandal gesorgt, nachdem bekannt wurde, dass sie Küchenabfälle als Mastfutter verkauft hatten.
In einem Bericht der Shanghai Television Station wurde behauptet, die zwei zugelassenen Unternehmen – Shanghai Sanyi (Abwasserentsorgung) und Shanghai Zhongqi (Umwelttechnologie) – hätten die Küchenabfälle der Restaurants verschiedener Fastfoodketten in der Stadt illegal als Futter für Schweinemastbetriebe weiterverkauft.

Entsprechend den lokalen Vorschriften dürfen Küchenabfälle nicht als Viehfutter verwendet werden. Bei Zuwiderhandlung droht eine Geldstrafe von bis zu 30.000 Yuan (4.200 Euro).
Die Behörden sagten, dass wegen des Verstoßes sowohl gegen Sanyi als auch gegen Zhongqi ermittelt werde.
Am Sonntag spät in der Nacht hatten die Beamten der Stadtverwaltung bei einer nicht lizenzierten Müllsortierungsanlage im Songjiang-Distrikt eine Razzia durchgeführt und zwei Lkws, die Küchenabfälle an Schweinemastbetriebe ausliefern sollten, beschlagnahmt.
Der STV-Bericht zeigte einen Müllabfuhrwagen der Firma Sanyi, welcher gegen Mitternacht auf den Hof der illegalen Müllsortierungsanlage in der Huagong-Straße fuhr. Sanyi ist für den Abtransport des Mülls mehrerer KFC-Filialen im Songjiang-Distrikt verantwortlich.
Ein Arbeiter meinte, dass in der illegalen Anlage drei Tonnen Abfälle pro Tag sortiert werden können. Er sagte weiter, dass die Küchenabfälle sortiert und dann als Futtermittel an die Schweinemastbetriebe ausgeliefert werden.
"Schweine können mit diesen Abfällen als Futter pro Tag locker ein Kilo an Gewicht zulegen", sagte er. "Das ist das beste Mastfutter für sie."
Am Mittag des nächsten Tages fuhr einen anderer Lkw, gefüllt mit aussortierten Küchenabfällen, von der Anlage aus zu einem Schweinemastbetrieb in der Maodao-Straße in Songjiang. Es wurde auch der Hof des Mastbetriebs gezeigt, auf dem sich die Küchenabfälle der Fastfoodrestaurants meterhoch stapelten. Der Eigentümer des Hofes sagte, er habe 1.000 Schweine – und alle würden mit KFC-Abfällen gefüttert.

Bei Shanghai Zhongqi (Umwelttechnologie) im Stadtviertel Pudong wurden ganze Bündel von KFC- und McDonalds-Verpackungen gesehen, zusammen mit Dutzenden von Eimern mit bereits sortierten Küchenabfällen. Lauft dem Bericht könne eine Tonne sortierte Küchenabfälle für 600 Yuan verkauft werden.
Eine Zhongqi-Arbeiter meinte, die Abfälle enthielten Brot und Hähnchenflügel.
Unter den Käufern befand sich auch eine Schweinefarm in Taicang, Provinz Jiangsu. Ihr Besitzer sagte, dass er alle zwei Tage KFC-Abfälle kaufe.











