Beijinger Krankenhäuser greifen bei Ticket-Spekulanten hart durch
Das Beijing Tongren Hospital geht im Kampf gegen die Spekulanten noch einen Schritt weiter.
Bis zu acht Berater besuchen täglich die Orte in der Nähe von Krankenhäusern, wo sich die meisten Ticket-Spekulanten aufhalten, um die Fragen der Patienten direkt zu beantworten.
Das Krankenhaus hat die Regelungen einiger seiner Abteilungen verändert, so dass diese nun eine feste Anzahl von täglichen Termintickets vergeben, so dass jeder Patient ein Ticket noch für den gleichen Tag erhalten kann.
An der Uniklinik für Stomatologie der Peking-Universität läuft die Terminvergabe inzwischen auch ziemlich reibungslos.
Ein spezieller Sicherheitsposten wurde an der Stelle eingerichtet, wo sich die Ticket-Spekulanten jeden Morgen sammeln. Der Wachmann überprüft, ob die Spekulanten sich in die Warteschlangen einreihen und überwachen verdächtige Personen.
Ein Patient sagte, dass keine Spekulanten mehr gesehen habe, seit das Krankenhaus die Sicherheit erhöht habe. "Ein Termin-Ticket kostet 100 Yuan (14 Euro), aber man muss 500 Yuan mehr zahlen, wenn man es von Ticket-Spekulanten kauft. Es ist empörend", sagte der Patient.
Die Spekulanten sind ein großes Problem für Krankenhäuser und Bahnhöfe – für letztere speziell während der Ferienzeit.
Gut ausgestattete Krankenhäuser in Beijing ziehen Patienten aus dem ganzen Land an, was dazu führt, dass die Wartesäle häufig überfüllt sind und man lange warten muss, um einen Termin zu bekommen.
Obwohl es inzwischen die Möglichkeit gibt, Termine auch per Telefon und Internet zu bekommen, bleiben die zügellosen Spekulanten in den großen Krankenhäusern Beijings und in anderen Großstädten ein Problem.










