Rätsel um Grab aus der Westlichen Han-Dynastie gelöst
Das Rätsel um die Identität der in einem berühmten alten Grab bestatteten Person ist endlich gelöst. Dies sagten Archäologen am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Beijing.
Die Archäologen sagten, dass das Grab in der ostchinesischen Provinz Jiangxi, das sich bis zur Westlichen Han-Dynastie (206 v. bis 24 unserer Zeit), das Grab von Liu He sei – dem ersten von vier Generationen von Adeligen, die den Titel des Marquis (Markgrafen) von Haihun trugen.
Lius sterbliche Überreste befinden sich innerhalb der inneren Sargs des Hauptraumes, wo Archäologen ein persönliches Jade-Siegel mit dem Namen des Adligen gefunden haben. Dieser Fund habe ihnen geholfen, seinen Eigentümer als den Marquis von Haihun zu identifizieren, der während der Westlichen Han-Dynastie eine kurzlebige Herrschaft von nur 27 Tagen als Kaiser des Reiches hatte.
Auf dem Jade-Siegel finden sich die Zeichen "Liu" und "He", der Name des Marquis von Haihun, der auch der Enkel des Kaisers Wu war, dessen Herrschaft für das Land eine der wohlhabendsten Perioden seiner langen Geschichte war.
Nach einer fünfjährigen Untersuchung gilt das Haihunhou-Grab als das am besten erhaltene kaiserliche Grab der Westlichen Han Dynastie, das in China jemals entdeckt wurde. Es hat die am besten und vollständigsten erhaltene Struktur, die klarste Anordnung sowie das bei weitem kompletteste Ritualsystem.
Die archäologische Entdeckung ist von großer Bedeutung, da sie dabei hilft, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Stellung in der Westlichen Han-Dynastie und sogar die Entwicklung von Musik, Transport, Messtechnik sowie der chinesischen Schriftzeichen und Künste zu verstehen, sagten die Archäologen.
Mehr als 400 Artefakte, ausgewählt aus 20.000 Grabbeigaben, sind ab sofort im Hauptstadtmuseum in Beijing zu sehen. Die Ausstellung endet am 2. Juni.












