Jürgen Boos: „StoryDrive“ baut eine digitale Seidenstraße für Kulturaustausch auf Exklusiv

31.05.2016
 

Von Wang Ran, Beijing

Vom 29. bis zum 30. Mai fand die internationale Konferenz „StoryDrive“ in Beijing statt. Präsident der Frankfurter Buchmesse Jürgen Boos rief im Rahmen dieser All-Media-Plattform dazu auf, eine neue digitale Seidenstraße und zusammen eine kulturelle Zukunft für alle Länder und Kontinente aufzubauen.

Präsident der Frankfurter Buchmesse Jürgen Boos bei seiner Rede am Sonntag.

Vor über 2000 Jahren haben die Völker Asiens einige Wege eröffnet, um Handel und kulturellen Austausch unter den asiatischen Völkern betreiben zu können. Diese Wege wurden als die Seidenstraße bekannt. Gegenwärtig vollzieht sich eine Wiedergeburt dieser und der Austausch findet in einem digitalen Zeitalter statt. Die „StoryDrive“ in Beijing leistet dabei einen großen Beitrag. Präsident der Frankfurter Buchmesse Jürgen Boos eröffnete die diesjährige „StoryDrive“-Konferenz am Sonntag in Beijing.

Die Seidenstraße diente immer als Beispiel für den Austausch zwischen den Völkern und steht für ein kulturelles Erbe vieler verschiedener Länder, erklärte Boos. Aus diesem Geist stammt das Motto der diesjährigen Konferenz „New regions, new inspirations“. Bei der zweitägigen Konferenz tauschten sich die Medienvertreter aus China, Singapur, Indien, der Türkei, Deutschland und Brasilien aus. Auch die fünftägige Ausstellung mit dem Namen „Seidenstraßen-Gallerie“ schließt an das Motto an. Mehr als 70 Bilder aus 16 Ländern entlang der Seidenstraße werden präsentiert.

Im digitalen Zeitalter bereichern Bücher unser Leben mehr als je zuvor, so Boos weiter. Bei der Frankfurter Buchmesse, der größten Handelsstätte für kulturelle Inhalte, beginnen sich die Bücher mit anderen Sektoren zu verbinden, so dass Kooperationen und neue Geschäftsmodelle entstehen. Der Berliner Gestalten-Verlag zum Beispiel fungiere als Community Builder, als Thinktank und veröffentliche Bücher und führe einige Cafés. Red Bull-Media habe gezeigt, dass der Aufbau von kultureller Inhalten aus einer Marke zu unterschiedlichen Geschäftsmodellen und gemeinsamen Veröffentlichungen führen können.

Um diese neuen Trends zu reflektieren und zu fördern, müssten sich auch die Messen neu aufstellen und orientieren. Am Anfang diente die Frankfurter Buchmesse hauptsächlich zum Lizenzhandel der Bücher. Mit dem Vormarsch der Digitalisierung ist sie nun zu einer All-Media-Plattform geworden. Die diesjährige Frankfurter Buchmesse wird zudem den neuen „Arts-Plus“ einführen, um zu zeigen, welchen Einfluss Kunst und Bücher auf andere Bereiche haben. „Ziel ist es – egal ob in Frankfurt oder Beijing -, ein anziehendes Ökosystem kreativer Menschen, Marken und Herausgeber, ebenso wie Forschern, Wissenschaftlern oder Beauftragten digitalen Erbes aufzubauen und in das Zentrum dieser neuen, kulturellen IP zu stellen“, führte Boos aus. Er rief auf, eine neue digitale Seidenstraße und zusammen eine kulturelle Zukunft für alle Länder und Kontinente aufzubauen.

Die diesjährige „StoryDrive“ fand am Sonntag und Montag im Rahmen der China Beijing International Fair for Trade in Services (CIFTIS) statt. „StoryDrive“ wurde im Jahre 2010 auf der Frankfurter Buchmesse ins Leben gerufen und im Jahre 2012 zum ersten Mal in Beijing veranstaltet. Mit der Änderung des Namens von „StoryDrive China“ (2012, 2013) und „StoryDrive Asia“ (2014) bis zu „StoryDrive“ (2016) ist die diesjährige Konferenz in Beijing zu der wichtigsten internationalen Konferenz von „StoryDrive“ geworden.

Schlagworte: Jürgen Boos,Seidenstraße,StoryDrive,Digitalisierung

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