Errungenschaften der pragmatischen Zusammenarbeit zwischen China und Serbien

17.06.2016

Anlässlich des anstehenden Besuchs des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Serbien hat der chinesische Botschafter Li Manchang einen Artikel in der People´s Daily veröffentlicht. Darin lobte er das Engagement chinesischer Unternehmen bei serbischen Infrastrukturprojekten.

Die von chinesischen Unternehmen gebaute Donaubrücke in Belgrad wurde bereits eröffnet. Die erste Bauphase des Kraftwerksprojekts in Kostolac ist ebenfalls abgeschlossen. Der chinesische Konzern Hebei Iron & Steel (HBIS) hat das Stahlwerk in Smederevo erworben. Andere Projekte wie die Autobahn E763 und eine Bahnverbindung mit Ungarn sind beständig vorangetrieben worden. Unternehmen beider Länder diskutieren derzeit aktiv über Projekte zur Energiegewinnung aus Abfällen und über die Zusammenarbeit beim Aufbau von Industrieparks.

Milan Bačević, der serbische Botschafter in China hat im Mai beim Interview gegenüber People´s Daily erklärt, dass HBIS in diesem April das Stahlwerk in Smederevo erfolgreich erworben habe, was wichtig für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der serbischen Wirtschaft sei. Darüber hinaus sei Serbien ein wichtiger Marktzugangspunkt, durch den chinesische Produkte nach Europa kommen können. Chinesische Produkte könnten einen enormen Wettbewerbsvorteil erringen, wenn sie von der Donau in die Ägäis transportiert würden. Die mazedonische Regierung hat bereits erklärt, einen Kanal, der die Donau über Mazedonien und Griechenland mit der Ägäis verbindet, bauen zu wollen. Serbien verhandelt derzeit über die Teilnahme am Kanalbau.

Diese Kooperationsprojekte zwischen China und Serbien sind Teil der Initiative „16 plus 1“, welche 2012 ins Leben gerufen wurde und als eine Plattform für wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Vertiefung der Freundschaft zwischen China und 16 mittel- und osteuropäischen Staaten dient. Sie ist zudem ein Mittel, um die umfassende und ausgewogene Entwicklung der chinesisch-europäischen Beziehungen zu fördern. Statistiken zufolge belief sich das Handelsvolumen zwischen China und Mittel- und Osteuropa im Jahr 2015 auf 50 Milliarden Euro, was einer Zunahme von 28 Prozent im Vergleich zu 2010 entspricht. In Bezug auf Investitionen haben chinesische Unternehmen in mittel- und osteuropäischen Ländern mehr als 4,44 Milliarden Euro investiert, während diese Länder in China mehr als 1,06 Milliarden Euro investiert haben.

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Quelle: people.cn

Schlagworte: China,Serbien